Hansa Rostock muss nach zwei Heimspiel-Vorfällen mit unerlaubter Pyrotechnik tief in die Tasche greifen. Das DFB-Sportgericht hat Geldstrafen von 75.250 Euro (Derby gegen Energie Cottbus) und 32.950 Euro (Pyro-Show nach dem 2:1 gegen 1860 München) verhängt, zusammen 108.200 Euro. Beide Entscheidungen sind rechtskräftig.
Derby gegen Cottbus: „Mindestens 145 Pyro-Vergehen“
Der größte Brocken betrifft das brisante Drittliga-Derby gegen Energie Cottbus am 30. September. Laut DFB wurden bei der Partie mindestens 145 Verstöße im Zusammenhang mit Pyrotechnik dokumentiert. Dafür werden 75.250 Euro fällig. Einen Teil kann der Klub zweckgebunden nutzen: bis zu 25.050 Euro dürfen in Sicherheits- oder gewaltpräventive Maßnahmen fließen, ein Nachweis ist fristgebunden zu erbringen.
Pyro-Show nach 1860-Spiel: Kind schwer verletzt – zweite Strafe
Zusätzlich ahndete das Sportgericht den Vorfall rund um die Verabschiedung alter Flutlichtmasten am 6. Spieltag: Nach dem 2:1 gegen 1860 München kam es bei einer Pyro-Show zu einem schweren Unfall, ein neunjähriger Junge erlitt erhebliche Verbrennungen. Der DFB setzte hierfür 32.950 Euro an; auch hier kann Hansa bis zu 4.300 Euro für Prävention/Sicherheit verwenden.
In der schriftlichen Begründung macht der DFB zudem deutlich: Eine behördliche Genehmigung ersetze nicht automatisch eine erforderliche Freigabe/Kommissionsbefassung innerhalb des DFB-Regelwerks.
Hansa weiter an der Spitze der Strafentabelle
Mit den aktuellen Sanktionen bleibt Rostock in dieser Saison der teuerste Klub der 3. Liga: In Summe stehen laut Strafentabelle bereits 137.355 Euro zu Buche, mehr als bei jedem anderen Verein in Liga 3.
