Der FC Hansa Rostock richtet seinen Fokus in der 3. Liga kompromisslos auf den sportlichen Erfolg. Trotz namhafter Interessenten und hoher kolportierter Ablösesummen hat Sportdirektor Amir Shapourzadeh deutlich gemacht, dass es in der Winterpause keine Gespräche über einen Verkauf von Stürmer Ryan Naderi geben wird. Für die Kogge steht der mögliche Zweitliga-Aufstieg klar über finanziellen Reizen.
Sportliche Ziele vor schnellen Transfererlösen
Hansa Rostock befindet sich mitten im Aufstiegsrennen der Liga3 und genau deshalb kommt ein Abgang des Angreifers derzeit nicht infrage. Shapourzadeh betont, dass sich der Verein bewusst gegen einen kurzfristigen Geldzufluss entscheidet, um die sportliche Entwicklung nicht zu gefährden.
„Wir freuen uns, dass sich ein junger Spieler wie Ryan hier so toll entwickelt. Das war jahrelang nicht so. Damit schaffen wir Marktwerte, was der Weg der Zukunft sein soll. Grundsätzlich freuen wir uns auch über Angebote und dass er sportlich toll performt, aber wir haben sportliche Ziele und wollen sie nicht gefährden“, so der 43-Jährige gegenüber dem „Nordkurier“.
Starkes Interesse aus dem In- und Ausland
Die Leistungen Naderis haben Begehrlichkeiten geweckt. Zu den genannten Interessenten zählen unter anderem der Bundesligist 1. FC Heidenheim, die Zweitligisten SC Paderborn, 1. FC Kaiserslautern und Dynamo Dresden sowie mehrere türkische Erstligisten. Medienberichten zufolge sollen Angebote von bis zu zwei Millionen Euro vorgelegen haben, ohne Erfolg.
Vertragssituation stärkt Rostocks Position
Ein entscheidender Faktor ist der langfristige Vertrag des Stürmers ohne Ausstiegsklausel. Shapourzadeh stellt klar „Für uns als Verein ist es gut, dass Ryan einen längerfristigen Vertrag ohne Ausstiegsklausel hat. Damit befinden wir uns in einer guten Verhandlungsposition, haben das Zepter in der Hand.“
Gleichzeitig macht er deutlich, dass der Verein selbst in Naderi investiert hat und weiterhin an dessen Entwicklung glaubt.
Naderi bleibt professionell und leistungsstark
Trotz der öffentlichen Diskussion um seine Person zeigt sich der Angreifer fokussiert. Besonders bemerkenswert: Als die Transfergerüchte vor dem Spiel gegen Stuttgart erstmals hochkochten, erzielte Naderi das entscheidende Siegtor. „Er gibt Gas, macht einen guten Eindruck und kann das gut ausblenden. Für sein Alter ist er schon sehr weit“, lobt Shapourzadeh, weist aber auch darauf hin, dass ein junger Spieler solche Angebote erst verarbeiten müsse.
