Der 1. FC Saarbrücken befindet sich sowohl sportlich als auch strukturell in einer spannenden Phase. In der 3. Liga wartet der Traditionsklub seit 13 Spielen auf einen Sieg. Am Freitagabend (19 Uhr, live bei MagentaSport) steht mit dem Auswärtsspiel bei Viktoria Köln die nächste Bewährungsprobe an. Doch nicht nur sportlich richten sich viele Blicke auf den FCS: Auch hinter den Kulissen sorgt der Verein bundesweit für Aufmerksamkeit.
Blickpunkt dritte Liga: Warum Saarbrücken weiter attraktiv ist
Trotz akuter Abstiegsgefahr bleibt der FCS eine der spannendsten Adressen der Liga3. Tradition, Fanbasis und Infrastruktur machen den Klub weiterhin interessant, vor allem für Funktionäre aus dem deutschen Profifußball. Genau deshalb schauen Kaderplaner, Manager und Sportdirektoren aktuell sehr genau hin: Wohin steuert der 1. FC Saarbrücken in dieser schwierigen Saisonphase?
Vorstandsposten offiziell ausgeschrieben
Ein zentraler Grund für das große Interesse: Der neu gewählte Aufsichtsrat hat gleich drei hauptamtliche Vorstandsposten ausgeschrieben. Gesucht werden Verantwortliche für die Bereiche
Finanzen
Strategie, Vertrieb & Sponsoring
Sport (Sport-Vorstand)
Gerade der sportliche Bereich gilt als besonders reizvoll. Welche Kandidaten sich bislang beworben haben, wird offiziell nicht kommuniziert, doch die Gerüchteküche rund um den Ludwigspark brodelt kräftig.
Pikanter Name vor dem Spiel in Köln
Besonders interessant: Kurz vor dem direkten Duell fällt der Name Stephan Küsters. Der 54-Jährige hatte erst vor wenigen Tagen seine Tätigkeit als Sportdirektor bei Viktoria Köln beendet. Nachdem feststand, dass sein Vertrag im Sommer nicht verlängert wird, einigte man sich auf eine sofortige Trennung. In Saarbrücken wird Küsters nun als möglicher Kandidat gehandelt, ein Wechsel mit zusätzlicher Brisanz.
Große Namen im Kandidatenkreis
Nach Informationen der „Bild“ gibt es vor allem für den Posten des Sport-Vorstandes zahlreiche Interessenten. Zeitdruck besteht dabei nicht: Bis neue Verantwortliche installiert sind, führt das bisherige Präsidium um Hartmut Ostermann die Geschäfte und übernimmt auch die Lizenzunterlagen.
Als mögliche Kandidaten kursieren prominente Namen:
Oliver Kreuzer (60), Ex-Profi und bis 2023 Sport-Geschäftsführer beim Karlsruher SC
Christian Weber (42), gebürtiger Saarbrücker und bis Dezember Sportdirektor bei Fortuna Düsseldorf
Christian Werner (44), zuletzt Geschäftsführer bei 1860 München
Ben Manga (51), ehemaliger Kaderplaner des FC Schalke 04
Gerade Weber bringt eine emotionale Komponente mit: Für seinen Jugendverein FCS absolvierte er 2001 insgesamt 24 Zweitligaspiele, ein Detail, das ihn für viele Fans besonders interessant macht.
Sportliche Lage und Ausblick
Unabhängig von den Personalfragen bleibt die sportliche Situation angespannt. Gelingt dem FCS bei Viktoria Köln endlich der Befreiungsschlag, könnte das auch intern neue Dynamik freisetzen. Scheitert der Versuch erneut, dürfte der Druck auf Mannschaft und Führung weiter steigen. Fest steht: Die kommenden Wochen könnten richtungsweisend sein, sportlich wie strukturell.
