Mittwoch, Februar 25, 2026
Start Vereine Hansa Rostock DFB greift durch: Hansa-Sportdirektor Shapourzadeh für ein Spiel gesperrt

DFB greift durch: Hansa-Sportdirektor Shapourzadeh für ein Spiel gesperrt

Foto: Lars Zimmermann

Beim FC Hansa Rostock sitzt der Ärger nach dem knappen Auswärtsspiel bei 1860 München noch tief. Nicht nur das Ergebnis tat weh, auch eine strittige Szene nach der Pause brachte die Rostocker auf die Palme. Jetzt hat das DFB-Sportgericht Konsequenzen gezogen, und die treffen ausgerechnet das nächste Spitzenspiel.

Knackpunkt in München: Elfmeter nach Handspiel entscheidet die Partie

Hansa blieb auch im vierten Spiel in Serie ohne Sieg und musste bei 1860 München ohne Zählbares abreisen. Entscheidend war eine Aktion kurz nach Wiederbeginn: Nach einem Handspiel wurde auf Strafstoß entschieden, eine Entscheidung, die in Rostock für reichlich Unmut sorgte. Thore Jacobsen nutzte die Gelegenheit vom Punkt und erzielte damit den einzigen Treffer des Tages.

Sportlich wäre für die Kogge dennoch mehr möglich gewesen. In der Schlussphase bot sich Kenan Fatkic eine große Chance zum Ausgleich, doch der Ball wollte nicht rein. So blieb es beim bitteren Minimum, während die Münchner jubelten und Hansa den Anschluss an die oberen Plätze nicht verkürzen konnte.

Nach dem Abpfiff wird es hitzig: Rot gegen Rostocks Sportdirektor

Richtig laut wurde es im Anschluss an die Partie. Während sich Ahmet Gürleyen, dem das Handspiel angelastet wurde, sprachlos zeigte, fand Amir Shapourzadeh klare Worte, offenbar zu klare. Der Sportdirektor von Hansa geriet nach dem Abpfiff mit dem Schiedsrichterteam aneinander, Luca Jürgensen zog schließlich Rot gegen den 43-Jährigen.

DFB-Urteil: Innenraum-Verbot im Duell mit Rot-Weiss Essen

Das DFB-Sportgericht hat die Szene nun aufgearbeitet und Shapourzadeh für ein Spiel gesperrt. Damit darf der Rostocker Sportchef beim kommenden Heimauftritt gegen Rot-Weiss Essen nicht in den Innenraum, er muss die Partie von der Tribüne aus verfolgen. Ausgerechnet im direkten Verfolgerduell gegen den in der Tabelle leicht besser platzierten Konkurrenten fehlt Hansa damit eine wichtige Stimme am Spielfeldrand.

Was das für Hansa bedeutet

Für Rostock kommt die Sperre zu einem heiklen Zeitpunkt. Die Mannschaft braucht nach mehreren sieglosen Wochen dringend ein Erfolgserlebnis, und die Stimmung ist ohnehin aufgeheizt. Gegen Essen geht es nicht nur um Punkte, sondern auch um Ruhe und Richtung, sportlich wie atmosphärisch. Am Ende bleibt für Hansa die Hoffnung, dass sich der Fokus am Samstagnachmittag wieder dorthin verschiebt, wo er am meisten hilft: auf den Platz, auf Lösungen im Spiel, und auf die Chance, die jüngsten Rückschläge in ein Signal der Wende zu verwandeln.

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