Dichter Nebel, eine lange Unterbrechung und kurzzeitig sogar Abbruchgefahr: Beim Heimspiel des TSV 1860 München gegen Erzgebirge Aue geriet der vierte Sieg der „Löwen“ in Folge zwischenzeitlich ins Wanken. Am Ende konnte die Partie im Grünwalder Stadion jedoch fortgesetzt werden, sehr zur Erleichterung der Münchner.
Frühe Tore sorgen für einen offenen Start
Der TSV 1860 München setzte seine starke Phase in der 3. Liga fort und sicherte sich am Dienstagabend einen weiteren wichtigen Erfolg. Gegen den abstiegsbedrohten FC Erzgebirge Aue erwischten die Gastgeber einen idealen Start. Maximilian Wolfram brachte die Münchner bereits früh in Führung.
Die Gäste aus Sachsen ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken. Ausgerechnet der frühere 1860-Stürmer Marcel Bär sorgte wenig später für den Ausgleich und brachte seine Mannschaft zurück ins Spiel. Nach dem Seitenwechsel legten die „Löwen“ erneut vor. Sigurd Haugen traf kurz nach Wiederbeginn und stellte die Weichen wieder auf Münchner Sieg.
Nebel sorgt für lange Unterbrechung
Kurz nach dem zweiten Treffer der Gastgeber wurde die Partie plötzlich gestoppt. Dichter Nebel hatte sich über dem Grünwalder Stadion ausgebreitet und machte eine ordnungsgemäße Durchführung des Spiels zunehmend schwierig. Schiedsrichter Tom Bauer erklärte anschließend, dass die Sichtverhältnisse entscheidend gewesen seien. Für das Schiedsrichterteam müsse es möglich sein, das gesamte Spielfeld von Tor zu Tor zu überblicken. „Wir haben gemerkt, dass die Sicht in der zweiten Halbzeit immer schlechter wurde“, sagte er nach dem Spiel gegenüber „MagentaSport“
Als dies nicht mehr gewährleistet war, entschied sich das Gespann für eine Unterbrechung, um abzuwarten, ob sich der Nebel wieder verziehen würde. Nach den Regularien kann eine Partie für eine begrenzte Zeit pausieren, bevor ein Abbruch droht.
Pyro-Aktion verschärft die Situation
Während der Zwangspause sorgten die Fans der Münchner in der Westkurve zusätzlich für Aufmerksamkeit. Ein großes Feuerwerk mit Pyrotechnik ließ die Sichtverhältnisse noch einmal schwieriger erscheinen. Bauer sprach später davon, dass dadurch zwischenzeitlich sogar noch mehr Rauch über dem Spielfeld gelegen habe. Trotzdem blieb das Schiedsrichterteam im Austausch mit beiden Mannschaften und wartete ab, ob sich die Situation verbessern würde.
Schließlich verzog sich der Nebel zumindest soweit, dass eine Fortsetzung möglich war. Die Begegnung wurde wieder angepfiffen und konnte regulär beendet werden.
Erleichterung im Lager der „Löwen“
Auch wenn die Sicht im Stadion weiterhin eingeschränkt blieb, brachten die Münchner ihren knappen Vorsprung über die Zeit. Damit feierte der TSV 1860 München den vierten Sieg nacheinander und schob sich zumindest vorläufig in die obere Tabellenregion. Innenverteidiger Raphael Schifferl räumte ein, dass die Situation zeitweise kritisch gewesen sei. „Es war kurz echt grenzwertig“, sagte er. Die Spielunterbrechung sei deshalb nachvollziehbar gewesen. Ein Abbruch hätte die Mannschaft jedoch hart getroffen, denn „dafür haben wir zu gut gespielt“. Mit dem Schlusspfiff stand schließlich fest: Trotz Nebel, Pyro und langer Pause blieb der Erfolg der „Löwen“ bestehen.
