Start News Wechselgerüchte um Sigurd Haugen: Verlässt er 1860 im Sommer?

Wechselgerüchte um Sigurd Haugen: Verlässt er 1860 im Sommer?

Foto: Lars Zimmermann

Beim TSV 1860 München richtet sich der Blick längst nicht mehr nur auf die Tabelle, sondern immer stärker auf den Kader der kommenden Spielzeit. Während sportlich kaum noch Bewegung nach oben möglich scheint, wächst intern die Sorge, weitere wichtige Spieler zu verlieren. Im Mittelpunkt steht diesmal mit Sigurd Haugen ein Angreifer, der in dieser Saison zu den auffälligsten Offensivkräften der Münchner zählt.

Neue Unruhe in der Personalplanung

Bei 1860 München verdichten sich die Anzeichen, dass der personelle Umbruch größer ausfallen könnte als ohnehin erwartet. Nach dem bereits feststehenden Wechsel von Clemens Lippmann zum SC Paderborn steht nun offenbar der nächste Leistungsträger im Fokus eines höherklassigen Klubs. Diesmal geht es um Sigurd Haugen, dessen starke Trefferquote ihn auch für Vereine aus der 2. Bundesliga interessant macht.

Nach Informationen vom „RevierSport“ soll Dynamo Dresden den Stürmer aufmerksam beobachten. Für die Münchner käme ein weiterer Abgang zur Unzeit, denn gerade in einer Saisonphase ohne große sportliche Perspektive wird die Planungssicherheit auf zentralen Positionen umso wichtiger.

Verein gibt sich nach außen gelassen

Offiziell bemüht sich der Klub um Ruhe. Geschäftsführer Manfred Paula ließ am Rande des torlosen Spiels in Saarbrücken zumindest erkennen, dass 1860 weiterhin mit Haugen plant. Bei MagentaSport sagte er: „Er hat noch Vertrag bei uns. Wir gehen davon aus, dass wir auch in der kommenden Saison auf ihn bauen können.“

Das klingt nach Zuversicht, wirkt aber eher wie ein vorsichtig formulierter Wunsch als eine endgültige Entwarnung. Gerade wenn ein ambitionierter Zweitligist ernsthaft anklopft, dürfte es für die Münchner schwierig werden, jede Personalie dauerhaft unter Kontrolle zu behalten. Die Lage zeigt, wie eng sportliche Entwicklung und Kaderfragen inzwischen miteinander verknüpft sind.

Auf dem Platz fehlt der Befreiungsschlag

Auch sportlich liefert 1860 derzeit wenig Argumente für Aufbruchsstimmung. Beim 1. FC Saarbrücken reichte es erneut nur zu einem 0:0, damit blieb die Mannschaft bereits im sechsten Ligaspiel nacheinander ohne Erfolgserlebnis. Der Auftritt passte zum Gesamteindruck der vergangenen Wochen, ordentlich in einzelnen Phasen, aber insgesamt zu harmlos und zu wenig durchschlagskräftig.

In einem traditionsreichen Duell war vor allem Saarbrücken die aktivere Mannschaft. Die Gastgeber erarbeiteten sich deutlich mehr gefährliche Szenen, ließen vor dem Tor jedoch erneut die nötige Konsequenz vermissen. Dass die Partie dennoch ohne Treffer endete, lag aus Sicht der Münchner vor allem an Torhüter Thomas Dähne, der mehrfach stark eingreifen musste.

Der Pokal bleibt als letzte Aussicht

Trotz der ernüchternden Ligaphase ist die Saison für die Münchner noch nicht vollständig ohne Ziel. Im Landespokalfinale gegen die Würzburger Kickers bietet sich die Möglichkeit, doch noch ein positives Signal zu setzen und sich über diesen Weg für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Für einen Klub wie 1860 wäre das sportlich wie wirtschaftlich ein wichtiger Impuls.

Gerade deshalb dürften die kommenden Wochen in München doppelt entscheidend werden. Einerseits geht es darum, eine enttäuschende Spielzeit nicht völlig auslaufen zu lassen. Andererseits muss der Verein verhindern, dass aus sportlicher Stagnation schrittweise ein personeller Aderlass wird. Denn wenn auf dem Platz die Antworten fehlen, werden Abgänge wichtiger Spieler schnell zum nächsten großen Problem.

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