Start Vereine Energie Cottbus Wollitz und Borgmann sauer: Cottbus verpasst großen Schritt im Aufstiegskampf

Wollitz und Borgmann sauer: Cottbus verpasst großen Schritt im Aufstiegskampf

Foto: Lars Zimmermann

Energie Cottbus bleibt im Aufstiegsrennen weiter oben dabei, doch die Niederlage in Duisburg hat Spuren hinterlassen. Aus einer großen Chance wurde ein Rückschlag, aus sportlicher Enttäuschung erneut eine Debatte über die Spielleitung. Trainer Claus-Dieter Wollitz und Kapitän Axel Borgmann fanden nach dem Abpfiff deutliche Worte.

Verpasste Chance im Kampf um den Aufstieg

Für Energie Cottbus hätte dieser Spieltag ein Schritt in Richtung Vorentscheidung werden können. Die Konkurrenz patzte deutlich, die Ausgangslage war günstig. Doch statt den Vorsprung auszubauen, mussten die Lausitzer beim MSV Duisburg eine bittere Niederlage hinnehmen. Damit bleibt Cottbus zwar weiterhin auf einem direkten Aufstiegsplatz, doch der Abstand zum Verfolger aus Duisburg ist wieder spürbar kleiner geworden. Aus Sicht der Lausitzer war es ein Abend, an dem sportlich nicht alles zusammenpasste, der Frust nach dem Schlusspfiff aber weit über das Ergebnis hinausging.

Wollitz fordert mehr Schutz für Cigerci

Trainer Claus-Dieter Wollitz bemühte sich zunächst um eine sportliche Einordnung, richtete den Blick dann aber schnell auf Schiedsrichter Robert Kampka. Besonders die Zweikämpfe rund um Spielmacher Tolcay Cigerci beschäftigten ihn. Wollitz machte deutlich, dass in einer Saisonphase mit enormem Druck aus seiner Sicht besondere Konsequenz gefragt sei. In einem Spiel, in dem es um den Aufstieg gehe, wünsche er sich eine einheitliche Linie für beide Mannschaften. Kampkas Umgang mit Cigerci habe ihm dabei missfallen.

Tolcay Cigerci ist nicht einmal geschützt worden“, sagte Wollitz bei „MagentaSport“ und verwies darauf, dass sich aus seiner Sicht eine wiederkehrende Problematik mit diesem Schiedsrichter zeige.

Borgmann ärgert sich über Sperre

Auch Kapitän Axel Borgmann war nach der Partie sichtbar angefasst. Für ihn hat die Niederlage zusätzliche Folgen, denn er wird im kommenden Heimspiel gegen den FC Ingolstadt wegen einer Gelbsperre fehlen. Der Verteidiger konnte die Verwarnung nicht nachvollziehen. Er habe in einem intensiven Aufstiegsspiel nur ein Foul begangen und dabei sogar zuerst den Ball gespielt, erklärte Borgmann. Dass daraus nun eine Sperre resultiere, empfinde er als unangemessen. „Es gab viele Entscheidungen, die ich nicht verstanden habe“, sagte der Cottbuser Kapitän.

Druck bleibt hoch

Für Energie Cottbus geht es nun darum, die Emotionen schnell zu bündeln. Die Niederlage in Duisburg hat gezeigt, wie eng dieses Aufstiegsrennen bleibt und wie klein der Spielraum für Fehler geworden ist. Gleichzeitig dürfte die Diskussion um Schiedsrichterentscheidungen den Klub weiter begleiten. Entscheidend wird aber sein, ob die Mannschaft den Ärger in Energie verwandeln kann. Denn im nächsten Spiel wartet bereits die nächste Prüfung.

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