Am Rande des kommenden Spiels gegen Dynamo Dresden, das ohne die aktive Beteiligung von Sebastian Mai stattfinden wird, gab der ehemalige Kapitän der Dynamo-Aufstiegsmannschaft und jetzige Duisburger Verteidiger ein aufschlussreiches Interview.
Mai, der am Sonntag aufgrund seiner fünften Gelben Karte nur Zuschauer sein wird, äußerte sich zu seiner aktuellen Situation: „Ich habe mich mental darauf eingestellt, dass das passieren kann, um nicht zu enttäuscht zu sein. Es ist ärgerlich, aber ich kann es nicht ändern“, so Mai gegenüber der „Bild„. Seinen 30. Geburtstag feierte er trotzdem in Dresden, ein größeres Fest soll folgen. Seit eineinhalb Jahren ist Mai nun von seiner Heimatstadt weg, aber er fühlt sich immer noch verbunden und steht seiner Mannschaft mit Rat und Tat zur Seite, vor allem was die intensive Atmosphäre der Dynamo-Fans angeht.
„Dynamo bringt immer viele Fans mit, was die Zuschauerzahl deutlich erhöht„, sagt Mai. Er verfolgt die Spiele von Dynamo im Fernsehen und kennt die Stärken und Schwächen der Mannschaft. Trotz der Tatsache, dass Dynamo Zweiter und Duisburg Vorletzter ist, sieht Mai Chancen für sein Team: „Natürlich wollen wir Dynamo ärgern, brauchen dringend Punkte. Immerhin haben wir zuletzt dreimal nicht verloren. Das ist gut für unser Selbstvertrauen.“
Mai würde zu Rückkehr nach Dresden niemals nein sagen
Mai zeigte sich überrascht von den aktuellen Herausforderungen in Duisburg, darunter auch der schnelle Trainerwechsel. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so extrem wird„, gestand er. Zu seiner Rolle im Team sagte er: „Ich spiele da, wo ich gebraucht werde.“ Über seine Zukunft und eine mögliche Rückkehr zu Dynamo sagte Mai: „Ich gehe davon aus, dass ich noch ein paar Jahre spielen kann.“ Eine Rückkehr zu Dynamo? „Da würde ich niemals nein sagen. Im Leben sieht man sich ja oft zweimal.“ Seine Wohnung in Dresden will er auf jeden Fall behalten, was auf eine gewisse Verbundenheit schließen lässt.



