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Dynamo Dresden ermöglicht ALS-Patient letzten Stadionbesuch

Enrico Sambleben, 51 Jahre alt und an ALS erkrankt, hat einen letzten großen Wunsch: ein Heimspiel seiner Dynamo Dresden live im Stadion erleben. Mit der Unterstützung der Dynamo-Fangemeinschaft und vieler Helfer wird dieser Traum am Samstag Wirklichkeit.

Enrico Sambleben, der seit 14 Jahren mit der unheilbaren Nervenkrankheit ALS lebt, erfüllt sich am Samstag einen Herzenswunsch: Dynamo Dresden noch einmal live im Rudolf-Harbig-Stadion zu sehen. Begleitet wird der 51-Jährige, der mittlerweile auf einen Rollstuhl angewiesen ist, von seinem Bruder, einem Freund und seiner Pflegerin Jacqueline Schulze. Die Organisation dieses besonderen Tages lag in den Händen von Jens Genschmar und vielen Unterstützern aus der Fanszene und dem Verein.

“Es soll wunderschön werden”: Ein letzter Stadionbesuch für Enrico Sambleben

Es ist uns eine Ehre, diesen Tag für Enrico so schön wie möglich zu gestalten“, so Genschmar. Auch Schulze, der Enrico im Chemnitzer Pflegeheim betreut, freut sich auf das Ereignis: „Er ist schon ganz aufgeregt. Sein Zimmer ist voll mit Dynamo-Fanartikeln.“ Enricos Verbindung zu Dynamo Dresden geht auf das Jahr 1985 zurück, als er mit zwölf Jahren sein erstes Spiel besuchte. Trotz seiner Krankheit ist er ein treuer Fan geblieben.

Vom Spezialtaxi ins Stadion: Enricos bewegender Tag bei Dynamo Dresden

2009 traten die ersten Symptome auf, ein Jahr später folgte die Diagnose ALS. Seitdem kämpft Enrico und hat die ursprüngliche Prognose von fünf Jahren Lebenserwartung weit übertroffen. Der Stadionbesuch war eine logistische Herausforderung. „Für Rollstuhlfahrer ist der Transport aufwendig und teuer“, erklärt Schulze. Doch mit Hilfe des Rollstuhlbeauftragten von Dynamo Dresden und eines örtlichen Taxiunternehmens wurde der Wunsch wahr.

Am Samstagmorgen wird Enrico von einem Spezialtaxi abgeholt und nach Dresden gebracht. Das Spiel soll für ihn zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Auch die Fans sind aufgerufen, Enrico gebührend zu feiern. „Es soll ein schöner Tag für ihn werden, den die Mannschaft mit einem Sieg krönen soll“, sagt seine Betreuerin.

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