Letztes Heimspiel des Jahres in der 3. Liga: Der MSV Duisburg empfängt am Samstag (14 Uhr) den FC Erzgebirge Aue. Zuhause ist der Tabellenzweite weiter ungeschlagen und genau so soll es bleiben, „damit die Fans noch besser Weihnachten feiern“ können. Sportlich ist es dennoch kein Selbstläufer: Beide Teams warten zuletzt zu oft auf Siege, der MSV zudem „ohne vier Mann“.
Ausgangslage: Topplatzierung trifft auf Ergebniskrise
Auf dem Papier ist es die Aufgabe des Favoriten: Zweiter gegen Siebzehnter. Doch die Form spricht eine differenziertere Sprache. Aue gewann nur eines der letzten acht Ligaspiele, der MSV lediglich zwei der jüngsten neun Partien, immerhin beide vor heimischer Kulisse (gegen Mannheim und Aachen). Die Heimbilanz ist zugleich Duisburgs größter Trumpf in Liga3: daheim noch ohne Niederlage.
Unruhe bei Aue, Ruhe in Duisburg
Während in Duisburg Gelassenheit herrscht, hat Aue die Reißleine gezogen: Sport-Geschäftsführer Matthias Heidrich und Co-Trainer Jörg Emmerich mussten nach einer enttäuschenden Hinserie gehen; Lars Fuchs rückt als neuer Assistent an die Seite von Chefcoach Jens Härtel. Eine neue Gemengelage unmittelbar vor dem Duell.
Hirsch warnt: „Gestandene Drittliga-Mannschaft“
MSV-Coach Dietmar Hirsch blickt daher vorsichtig auf den Gegner: „Wir wissen nicht ganz genau, was die Veränderungen für Auswirkungen haben. Eigentlich spielt Aue einen guten Ball, sie haben zuletzt auch selten verloren. Das ist eine gute, gestandene Drittliga-Mannschaft.“
Heimmacht als Mission: „Also Vollgas voraus“
Duisburg will das Jahr vor eigenem Publikum positiv beenden. Hirsch: „Wir treten so auf, wie wir das zu Hause immer vorhaben. Jeder kann sich noch an Gütersloh erinnern, das war kurios. Wir wollen unser Punktekonto aufstocken. Und die Fans können noch besser Weihnachten feiern, wenn wir erfolgreich sind. Also Vollgas voraus.“
Lehren aus Cottbus
Das späte 2:3 zuletzt in Cottbus ist intern aufgearbeitet. Hirsch ordnet ein, dass man wohl „etwas zu gierig“ war „und haben auf die Mütze bekommen“. Aus den Fehlern will man nun schnell lernen und es ändern. Vorwurf will Hirsch der Mannschaft jedoch keinen machen. „Die Jungs wollten den Siegtreffer erzielen, da kann ich keinem böse sein. Ob es schlau war oder nicht, da kann man drüber streiten.“
Personal-Update: MSV ohne vier Akteure
Für die Partie muss Duisburg auf vier Spieler verzichten. Namen nannte der Klub nicht, die Marschroute steht dennoch: Kompakt bleiben, Heimstärke ausspielen, die Null lange halten und die eigenen Umschaltmomente konsequent nutzen.
