Start News Offensive als Baustelle: Waldhof Mannheim plant Transfers nach Verl-Pleite

Offensive als Baustelle: Waldhof Mannheim plant Transfers nach Verl-Pleite

Foto: Lars Zimmermann/Liga3-News

Die deutliche 2:5-Niederlage beim SC Verl hat dem SV Waldhof Mannheim die aktuellen Grenzen klar aufgezeigt. Nach dem Auftritt in der 3. Liga sprachen Verantwortliche und Spieler offen über Ursachen, Defizite und erste Konsequenzen.

Waldhof klar unterlegen

Der Sportclub ist mit einem echten Ausrufezeichen in das neue Fußballjahr gestartet. In einer spektakulären Partie der 3. Liga setzte sich das Team vor heimischer Kulisse deutlich durch und begeisterte die Fans mit Offensivfußball, Effizienz und einem überragenden Alessio Besio. Der Erfolg brachte nicht nur den ersten Sieg im Jahr 2026, sondern durch das Remis von Energie Cottbus auch die Tabellenführung in der 3. Liga.

Früher Mut, frühe Tore – Besio im Rausch

Schon in der Anfangsphase wurde klar, dass der Sportclub keine Anlaufzeit benötigte. Bereits in der 9. Minute sorgte Mhamdi beinahe für das Tor des Monats, als er aus der eigenen Hälfte den gegnerischen Keeper überlisten wollte, der Ball strich hauchdünn am Pfosten vorbei. Nur drei Minuten später klingelte es erstmals: Nach energischer Balleroberung leitete Yari Otto die Szene ein, Timur Gayret trieb an und legte nach außen auf Alessio Besio. Der Flügelspieler zog nach innen und traf abgefälscht zum 1:0.

Besio blieb nicht zu stoppen: In der 27. Minute setzte ihn Kijewski erneut in Szene, diesmal krachte der Ball unter die Latte. Und noch vor der Pause machte ein Geschenk im Spielaufbau den lupenreinen Hattrick perfekt. Mit einer souveränen 3:0-Führung ging es in die Kabine.

Freistoß-Coup, kurze Wackler – dann die Entscheidung

Nach dem Seitenwechsel brachte Trainer Strobl frische Kräfte ins Spiel. Zunächst prüfte Gayret den Mannheimer Keeper Nijhuis mit einem Freistoß, dann packte Berkan Taz seinen Geistesblitz aus: Während die Gäste vom SV Waldhof Mannheim noch sortierten, zirkelte er den bereits freigegebenen Ball direkt ins Eck – 4:0. Kurzzeitig wurde es turbulent. Nach einem umstrittenen Handelfmeter verkürzte Lohkemper, ehe derselbe Spieler einen Rückpass abfing und auf 4:2 stellte. Die Antwort folgte prompt: Mahdi bediente den eingewechselten Jule Stark, der im Eins-gegen-eins cool blieb und den 5:2-Endstand erzielte.

Holtz: Offensive nach Abgängen geschwächt

Trainer Luc Holtz äußerte sich auf Nachfrage der „Rhein-Neckar-Zeitung“ zu möglichen Neuverpflichtungen: “Wenn ich unser heutiges Spiel sehe, wünsche ich mir natürlich auf allen Positionen neue Spieler.” Konkret verwies er auf Abgänge in der Offensive: “Aber nach den Abgängen von Kenny Okpala und Nicklas Shipnoski haben wir zwei offensive Leute verloren. Ich denke, dass wir da was machen müssen. Da brauchen wir noch eine entsprechende Qualität dazu.”

Blick nach vorn: Rostock und Saisonperspektive

Bereits im nächsten Spiel wartet auf die Mannheimer ein richtiges Brett. Hansa Rostock ist zu Gast im Carl-Benz-Stadion. Die Kogge reist mit Rückenwind in die Quadratestadt. Die letzte Niederlage der Hanseaten datiert vom 30. September 2025, als sie im Heimspiel gegen Energie Cottbus mit 1:3 unterlagen.

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