Start News Ärger um Pferdemist nach 1860-Spielen: Anwohner fordern schnellere Reinigung

Ärger um Pferdemist nach 1860-Spielen: Anwohner fordern schnellere Reinigung

Nach Heimspielen des TSV 1860 München sorgt ein eher ungewöhnliches Problem für Unmut im Viertel rund um das Grünwalder Stadion. Anwohner beklagen, dass Pferdemist der Polizeireiterstaffel teils über längere Zeit auf den Straßen liegen bleibt. Der Bezirksausschuss Untergiesing-Harlaching will die Situation nun prüfen lassen und fordert schnellere Lösungen.

Große Einsätze rund um das Grünwalder Stadion

Wenn der TSV 1860 München zu Hause spielt, strömen tausende Fans zum Stadion an der Grünwalder Straße. Für die Polizei bedeutet das regelmäßig einen größeren Einsatz: Straßen werden abgesperrt, Verkehrsströme umgeleitet und Besucher in Richtung Stadion gelenkt. Teil dieses Sicherheitskonzepts ist häufig auch die Reiterstaffel der Münchner Polizei. Wie viele Pferde bei einem Spiel eingesetzt werden, hängt dabei von der jeweiligen Sicherheitslage ab und wird vorab von den Einsatzplanern bewertet.

Beschwerden aus der Nachbarschaft

Während viele Anwohner die Polizeipräsenz rund um die Spiele akzeptieren, sorgt ein Begleitproblem zunehmend für Ärger. In einem Schreiben an den Bezirksausschuss Untergiesing-Harlaching haben sich Bewohner über Hinterlassenschaften der Polizeipferde beschwert. Nach ihren Angaben bleibt der Pferdemist teilweise über längere Zeit auf Straßen und Gehwegen liegen. Manche Stellen seien noch Wochen nach einem Spiel sichtbar verschmutzt. Die Anwohner fordern deshalb, dass die Rückstände unmittelbar nach den Einsätzen beseitigt werden.

Polizei sieht begrenzte Möglichkeiten vor Ort

Ein Sprecher der Münchner Polizei erklärt, dass die Reiter während eines Einsatzes keine Möglichkeit hätten, zusätzliche Ausrüstung zur Reinigung mitzuführen. Schaufeln oder ähnliches Werkzeug könnten die Beamten während ihrer Streifen nicht transportieren. Gleichzeitig betont die Polizei, dass man grundsätzlich bemüht sei, die Auswirkungen der Einsätze für die Bevölkerung möglichst gering zu halten. Ziel sei es, die Belastungen für Anwohner im Umfeld der Einsätze zu minimieren.

Reinigung über städtische Straßenpflege

Für solche Fälle existiert eine Vereinbarung zwischen der Reiterstaffel und dem Baureferat der Stadt München. Demnach soll der Pferdemist im Rahmen der regulären Straßenreinigung entfernt werden. Gerade im Zentrum der Stadt erfolgen diese Reinigungsfahrten teilweise mehrmals täglich. Warum die Hinterlassenschaften im Umfeld des Stadions dennoch länger liegen bleiben, ist derzeit nicht geklärt.

Bezirksausschuss will nachhaken

Der Bezirksausschuss Untergiesing-Harlaching hat angekündigt, das Thema bei den zuständigen Stellen anzusprechen. Ziel sei es zu klären, weshalb die Reinigung in einigen Fällen offenbar verzögert erfolgt und ob künftig schneller reagiert werden kann. Die lokale Politik will sich dafür einsetzen, dass die Straßen nach Heimspielen möglichst rasch wieder sauber sind. Gerade an stark frequentierten Spieltagen soll verhindert werden, dass Rückstände der Polizeieinsätze zum dauerhaften Ärgernis für die Nachbarschaft werden.

Am Ende bleibt damit eine eher unscheinbare Begleiterscheinung großer Fußballabende im Fokus. Während im Stadion der Sport im Mittelpunkt steht, geht es wenige Straßen weiter um eine ganz praktische Frage des städtischen Alltags: Wer räumt eigentlich hinter den Polizeipferden auf?

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