Der MSV Duisburg hat seine Heimstärke erneut unter Beweis gestellt. In einer turbulenten Partie gegen den 1. FC Saarbrücken gerieten die Zebras zunächst ins Wanken, fanden jedoch rechtzeitig zurück in die Spur. Vor heimischem Publikum drehte vor allem Conor Noß auf und führte die Duisburger mit zwei Treffern zum verdienten Erfolg.
Emotionaler Rahmen vor dem Anpfiff
Der Nachmittag in der Schauinslandreisen-Arena begann mit einem stillen Moment. Spieler und Fans gedachten eines ehemaligen Torhüters des MSV Duisburg, der wenige Tage zuvor im Alter von Mitte fünfzig verstorben war. Die Duisburger Mannschaft lief zudem mit Trauerflor auf.
Sportlich setzte Trainer Dietmar Hirsch nach dem torlosen Spiel in Ingolstadt auf frische Kräfte. Mehrere Veränderungen in der Startformation sollten neue Energie bringen. Unter anderem rückten Steffen Meuer, Leon Müller, Dominik Kother, Conor Noß und Tyger Lobinger in die Anfangsformation. Duisburg stellte zudem wieder auf eine Viererkette um.
Lobinger bringt Duisburg früh in Führung
Die Begegnung begann zunächst ohne großes Tempo. Beide Mannschaften tasteten sich vorsichtig heran, ehe die erste gefährliche Szene auf Duisburger Seite entstand. Tyger Lobinger näherte sich dem Tor aus halblinker Position, verfehlte den Kasten jedoch knapp. Kurz darauf zeigte sich der Stürmer treffsicherer. Nach einem präzisen langen Ball aus dem Mittelfeld setzte sich Lobinger im Zentrum durch und traf technisch stark zur Führung für die Gastgeber. Für Steffen Meuer, der erstmals seit längerer Zeit wieder von Beginn an auflief, war die Vorlage ein perfekter Beweis für seine Bedeutung im Spielaufbau.
Saarbrücken blieb jedoch gefährlich. Ein Distanzschuss der Gäste landete wenig später am Pfosten, Duisburgs Torhüter hätte wohl keine Abwehrchance gehabt.
Eigentor bringt Saarbrücken zurück
Kurz vor dem Seitenwechsel nahm das Spiel eine unerwartete Wendung. Eine Flanke von der linken Seite sorgte für Verwirrung im Duisburger Strafraum. Innenverteidiger Tobias Fleckstein lenkte den Ball unglücklich ins eigene Tor und stellte damit den Ausgleich her. Der Treffer traf den MSV zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn bis dahin hatten die Gastgeber das Spiel weitgehend kontrolliert.
Saarbrücken dreht die Partie
Nach der Pause starteten die Gäste mit deutlich mehr Druck. Eine schnelle Kombination über mehrere Stationen brachte schließlich die Führung für Saarbrücken. Duisburg musste plötzlich einem Rückstand hinterherlaufen. Torhüter Maximilian Braune verhinderte kurz darauf mit einer starken Parade einen weiteren Gegentreffer und hielt seine Mannschaft damit im Spiel.
Noß übernimmt die Hauptrolle
Trainer Dietmar Hirsch reagierte mit mehreren Wechseln und brachte frische Offensivkräfte. Kurz darauf meldete sich Conor Noß eindrucksvoll zu Wort. Nach einem Zuspiel im Strafraum reagierte der Mittelfeldspieler schnell und traf zum Ausgleich. Doch damit nicht genug: Wenige Minuten später setzte Noß erneut zum entscheidenden Moment an. Aus halbrechter Position schlenzte er den Ball sehenswert ins Netz und drehte die Partie zugunsten der Duisburger.
Mit seinem Doppelpack baute der Offensivspieler seine persönliche Trefferquote weiter aus und avancierte zum Matchwinner.
Symalla sorgt für die Entscheidung
In der Schlussphase drängte der MSV auf die endgültige Entscheidung. Mehrere Chancen blieben zunächst ungenutzt, während eine strittige Szene im Strafraum keinen Elfmeter brachte. Kurz vor Schluss fiel dann doch noch der vierte Treffer. Simon Symalla, der nach einer längeren Verletzungspause zuletzt noch nach seiner Form gesucht hatte, setzte mit einem kraftvollen Abschluss den Schlusspunkt.
Duisburg bleibt zu Hause eine Macht
Mit dem Erfolg baut der MSV seine beeindruckende Serie in der heimischen Arena weiter aus. Trotz zwischenzeitlicher Schwierigkeiten zeigte die Mannschaft Moral und offensive Qualität. Für die Duisburger geht es nun mit einer Auswärtsaufgabe weiter. Am kommenden Spieltag wartet ein Duell an der Ostsee, wenn der MSV beim FC Hansa Rostock antritt. Saarbrücken trifft im heimischen Ludwigsparkstadion auf den SSV Jahn Regensburg.
