Start Vereine Alemannia Aachen Wollitz warnt vor Aachen: Cottbus vor emotionalem Auswärtstest

Wollitz warnt vor Aachen: Cottbus vor emotionalem Auswärtstest

Torloses Topspiel, klare Warnung vor der nächsten Herausforderung: Energie Cottbus hat im Aufstiegsrennen einen kleinen Dämpfer hinnehmen müssen. Nach dem Remis gegen Hansa Rostock rückte die Konkurrenz näher heran. Trainer Claus-Dieter Wollitz richtet den Blick dennoch sofort nach vorn und warnt eindringlich vor dem kommenden Gegner aus Aachen.

Kaum Torchancen im Ost-Duell

Das mit Spannung erwartete Duell zwischen Energie Cottbus und Hansa Rostock konnte die hohen Erwartungen der Fans nur teilweise erfüllen. Vor mehr als 18.000 Zuschauern im Stadion der Freundschaft entwickelte sich zwar ein intensives Spiel, echte Torgefahr blieb jedoch selten. Am Ende stand ein torloses Unentschieden. Für Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz lag der Grund dafür auf der Hand. Seine Mannschaft habe zu selten gefährlich vor dem gegnerischen Tor agiert. „Zu wenige Torchancen“, fasste der Coach die Partie nach dem Abpfiff knapp zusammen.

Beide Teams seien vor allem darauf bedacht gewesen, Fehler zu vermeiden. Dadurch entwickelte sich eine Partie, in der Vorsicht und taktische Disziplin klar im Vordergrund standen. Rostock kam zu einigen guten Möglichkeiten, doch auch Cottbus hatte zumindest eine Szene, die beinahe für den Unterschied gesorgt hätte. Wollitz erinnerte sich dabei an eine Kombination in der ersten Hälfte, bei der seinem Angreifer nur ein minimaler Kontakt zum Torerfolg fehlte. „Da fehlten nur ein paar Millimeter. Das war eigentlich ein richtig guter Spielzug“, erklärte der Trainer. Gleichzeitig merkte er an, dass sich ein Stürmer in solchen Situationen manchmal noch etwas mutiger auf den Ball werfen müsse.

Vorsicht prägte das gesamte Spiel

Nach Einschätzung des Trainers neutralisierten sich beide Mannschaften über weite Strecken. Auch bei Standardsituationen entstand kaum Gefahr. Vielmehr hätten beide Teams konsequent darauf geachtet, dem Gegner möglichst wenig Räume zu bieten. Zur Pause sei er dennoch davon ausgegangen, dass Rostock im zweiten Durchgang offensiver werden würde. Hintergrund war die Tabellensituation, die den Gästen eigentlich mehr Risiko hätte abverlangen können. Wollitz war sich sicher, „dass sie irgendwann aufmachen, weil ein Unentschieden mit einigen Punkten Rückstand auf uns schon viel ist“. Doch diese Erwartung erfüllte sich nicht.

Auch personell entschied sich der Cottbuser Trainer schließlich gegen größere Veränderungen. Rückblickend räumte er ein, dass einzelne Wechsel vielleicht eine Option gewesen wären. Insgesamt habe sich die Partie jedoch so entwickelt, dass beide Mannschaften sich gegenseitig weitgehend aus dem Spiel nahmen. Unterm Strich blieb für Cottbus zumindest ein Punktgewinn. „Wir nehmen den Punkt mit“, stellte Wollitz nüchtern fest.

Konkurrenz rückt näher

Während Cottbus im Spitzenspiel Punkte liegen ließ, nutzte ein Konkurrent die Gelegenheit. Durch einen Auswärtssieg setzte sich der VfL Osnabrück an die Tabellenspitze und geht damit als großer Gewinner aus dem Spieltag hervor. Auch andere Teams könnten im Aufstiegsrennen noch näher heranrücken. Das Rennen um die oberen Plätze bleibt damit äußerst eng.

Wollitz warnt vor formstarker Alemannia

Schon wenige Tage später wartet auf Energie Cottbus die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Auswärts geht es zu Alemannia Aachen, einer Mannschaft, die derzeit zu den formstärksten Teams der Liga zählt. Wollitz findet für den kommenden Gegner deutliche Worte. Aachen spiele derzeit „fantastischen Fußball“ und befinde sich klar im Aufwind. „Sie sind extrem im Flow“, erklärte der Trainer.

Besonders beeindruckt zeigt er sich von der Spielweise der Kaiserstädter und geht sogar soweit, dass die Alemannia aus Aachen derzeit das Beste ist, „was die Liga in der Art zu bieten hat“, sagte Wollitz und hob dabei nicht nur die Offensive hervor, sondern auch das gesamte Auftreten der Mannschaft. Hinzu komme die besondere Atmosphäre im Tivoli-Stadion, vor allem an einem Freitagabend.

Ziel bleibt ein Auswärtssieg

Trotz des Respekts vor dem Gegner reist Energie Cottbus mit klaren Ambitionen nach Aachen. Wollitz setzt darauf, dass die kurze Pause seiner Mannschaft neue Frische verleiht. Gerade auswärts habe sein Team zuletzt stabile Leistungen gezeigt und regelmäßig Punkte geholt. Diese Serie möchte der Trainer fortsetzen.

Mit Blick auf die Tabelle formuliert er daher ein klares Ziel: Auch in Aachen soll möglichst ein Sieg her. Die Aufgabe wird allerdings alles andere als leicht. Viel wird davon abhängen, ob Cottbus im Vergleich zum Rostock-Spiel wieder mehr Durchschlagskraft in der Offensive entwickeln kann.

Ein Duell mit großer Bedeutung

Die Partie in Aachen könnte sich als wichtiger Moment im weiteren Saisonverlauf erweisen. Während Cottbus seine Position im Aufstiegsrennen behaupten will, möchte auch die Alemannia ihre starke Phase bestätigen. Es ist also angerichtet für ein intensives Spiel. Vor einer emotionalen Kulisse und mit zwei Mannschaften, die viel zu gewinnen haben.

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