Start Vereine Energie Cottbus Energie Cottbus stolpert in Duisburg und spürt den Druck im Aufstiegsrennen

Energie Cottbus stolpert in Duisburg und spürt den Druck im Aufstiegsrennen

Energie Cottbus hat im Aufstiegskampf einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen müssen. Beim direkten Verfolger MSV Duisburg fehlte den Lausitzern in den entscheidenden Momenten die Durchschlagskraft, während die Gastgeber ihre Chancen konsequenter nutzten. Nun wird das Rennen um den direkten Aufstiegsplatz noch enger.

Cottbus verliert Kontrolle im Spitzenduell

Was als große Gelegenheit begann, endete für Energie Cottbus mit einer schmerzhaften Niederlage. Im Auswärtsspiel beim MSV Duisburg unterlag die Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz knapp und verpasste damit die Chance, sich im oberen Tabellenbereich spürbar abzusetzen. Zwar bleibt Cottbus kurz vor Saisonende auf einem direkten Aufstiegsrang, doch der Abstand ist praktisch aufgebraucht. Duisburg sitzt den Lausitzern nun unmittelbar im Nacken, nur kleine Details trennen beide Teams noch voneinander.

Früher Mut, später Frust

Cottbus startete wach, mutig und mit klarem Zug nach vorn. Schon der erste Angriff zeigte, dass Energie nicht auf Verwaltung aus war. Die Gäste bestimmten zunächst weite Teile des Spiels, kamen aber zu selten in jene Räume, in denen es wirklich gefährlich wird. Duisburg brauchte keine lange Druckphase, um zuzuschlagen. Nach einem Eckball entstand Unordnung im Cottbuser Strafraum, der Ball fand den Weg ins Tor, auch weil die Gäste in dieser Szene nicht entschlossen genug klärten. Der Treffer wirkte nach.

Bis zur Pause verlor Energie sichtbar an Leichtigkeit. Besonders Tolcay Cigerci, sonst oft Ideengeber im Zentrum, blieb lange ohne die prägenden Aktionen, die Cottbus in solchen Spielen dringend braucht.

Duisburg wirkt entschlossener

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Cottbus hatte Mühe, Tempo und Präzision in die Offensive zu bringen. Duisburg dagegen wirkte vor lautstarker Kulisse griffiger, zielstrebiger und in den entscheidenden Momenten klarer. Ein schneller Gegenstoß brachte schließlich die Vorentscheidung. Dominik Kother nutzte den Raum, blieb vor dem Tor ruhig und erhöhte für den MSV. Für Cottbus wurde die Aufgabe damit deutlich schwerer.

Spätes Aufbäumen reicht nicht mehr

Erst in der Schlussphase entwickelte Energie den Druck, der zuvor gefehlt hatte. Die Lausitzer warfen alles nach vorn, drängten Duisburg tief zurück und kamen durch Erik Engelhardt noch einmal heran. Plötzlich war wieder Spannung da. Ein später Abschluss von Moritz Hannemann verfehlte das Tor nur knapp, doch der Ausgleich fiel nicht mehr. Cottbus kämpfte, aber zu spät.

Sperren verschärfen die Lage

Neben der Niederlage wiegen auch die personellen Folgen schwer. Axel Borgmann und Tolcay Cigerci sahen jeweils ihre fünfte Gelbe Karte und fehlen im kommenden Spiel gegen Wehen Wiesbaden. Gerade in dieser Saisonphase trifft Energie der Ausfall zweier wichtiger Stammkräfte besonders hart.

Für Cottbus wird der Endspurt damit nicht nur sportlich, sondern auch mental zur Bewährungsprobe. Der Aufstieg bleibt möglich, doch der Spielraum für Fehler ist kleiner geworden.

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