Am Tivoli endet ein Stück Alemannia-Geschichte: Gleich fünf Spieler werden Aachen im Sommer verlassen. Besonders die Abschiede von Sasa Strujic und Nils Winter wiegen emotional schwer, denn beide standen für Kontinuität, Aufstieg und lange Verbundenheit mit dem Verein.
Fünf Abschiede im Zeichen der Kaderplanung
Alemannia Aachen stellt die Weichen für die kommende Saison und trennt sich von mehreren Spielern, deren Verträge im Sommer auslaufen. Sasa Strujic, Nils Winter, Bentley Baxter Bahn, Lamar Yarbrough und Felix Meyer erhalten keine neuen Arbeitspapiere. Die Entscheidung ist sportlich begründet, hat aber auch eine deutlich emotionale Komponente. Gerade Strujic und Winter gehören zu jenen Spielern, die den Weg der Alemannia über Jahre mitgeprägt haben.
Strujic und Winter stehen für den langen Weg zurück
Sasa Strujic kommt bislang auf 147 Pflichtspiele für die Alemannia. Seine Verbindung zum Klub reicht sogar bis in die Jugend zurück. In der Saison 2023/24 war er Teil jener Mannschaft, die Aachen nach elf Jahren zurück in den Profifußball führte. Auch Nils Winter gehörte zu diesem Aufstiegsteam. Mit derzeit 157 Einsätzen zählt er ebenfalls zu den prägenden Figuren der vergangenen Jahre am Tivoli. Beide Abschiede markieren damit mehr als nur personelle Veränderungen. Sie stehen für das Ende eines Kapitels.
Bahn, Yarbrough und Meyer kamen nach dem Aufstieg
Bentley Baxter Bahn, Lamar Yarbrough und Felix Meyer wechselten nach dem Sprung in die 3. Liga zur Alemannia. Sie halfen mit, den Klassenerhalt zu sichern, und übernahmen vor allem zu Beginn der laufenden Saison Verantwortung innerhalb der Mannschaft. Bahn trug dabei auch sichtbar Führungsrolle: Siebenmal führte er das Team als Kapitän auf den Platz.
Azzouzi spricht von schwerer Entscheidung
Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi würdigte die fünf Profis ausdrücklich. Der Verein sei Strujic, „Bax“, Winter, Yarbrough und Meyer „sehr dankbar“ für Einsatz und Verdienste. Alle hätten die Mannschaft geprägt, Verantwortung übernommen und sich auch in schwierigen Phasen „in den Dienst des Teams gestellt“.
Gleichzeitig machte Azzouzi deutlich, dass die Entscheidung im Rahmen der Kaderplanung gefallen sei. Menschlich sei dieser Schritt „sehr schwergefallen“. Für die sportliche und persönliche Zukunft wünscht die Alemannia allen fünf Spielern alles Gute und hofft auf ein Wiedersehen am Tivoli. Aachen richtet den Blick damit weiter nach vorn. Doch mit diesen fünf Personalien verabschiedet sich der Klub nicht nur von Spielern, sondern auch von Geschichten, die eng mit Aufstieg, Stabilisierung und Verantwortung verbunden sind.
