Zwei traditionsreiche Namen melden sich im Profifußball zurück. Großaspach und Meppen haben ihre Regionalliga-Staffeln für sich entschieden, wenn auch auf völlig unterschiedliche Weise. Besonders im Emsland wurde aus einer verpassten Heimparty noch ein Aufstieg mit Verzögerung.
Großaspach krönt den Durchmarsch
Die SG Sonnenhof Großaspach spielt künftig wieder in der 3. Liga. Der Klub aus Baden-Württemberg, der sich selbstbewusst als „Dorfklub“ vermarktet, sicherte sich in der Regionalliga Südwest den entscheidenden Punkt beim Nachwuchs des FSV Mainz 05.
Nach mehreren Jahren außerhalb des Profifußballs ist die Rückkehr damit perfekt. Bemerkenswert ist vor allem der Weg dorthin: Erst in der vergangenen Saison war Großaspach aus der Oberliga wieder in die Regionalliga gekommen, nun folgt direkt der nächste Schritt nach oben.
Meppen erlebt ein Aufstiegsdrama
Noch spektakulärer verlief der Tag für den SV Meppen. Im ausverkauften Stadion gegen den Bremer SV war alles für eine große Feier vorbereitet. Ein Remis hätte gereicht, doch tief in der Nachspielzeit schlugen die Gäste noch einmal zu und nahmen den Emsländern den sicher geglaubten Moment.
Die Enttäuschung hielt allerdings nicht lange. Weil Konkurrent VfB Oldenburg später am Abend Federn ließ, stand Meppen dennoch als Meister der Nord-Staffel fest. Nach einigen Jahren in der Regionalliga kehrt der SVM damit zurück auf die Bühne des Profifußballs.
Im Westen bleibt Spannung
Während Großaspach und Meppen bereits planen können, ist die Entscheidung in der Regionalliga West noch offen. Rot-Weiß Oberhausen hielt sich mit einem klaren Auswärtssieg bei der Bochumer U23 im Rennen und verschob die endgültige Klärung. Fortuna Köln hat nun die Chance, den Aufstieg aus eigener Kraft perfekt zu machen. Für den Südstadt-Klub wäre es ebenfalls eine Rückkehr in die 3. Liga nach längerer Abwesenheit.
Ein Platz wird noch ausgespielt
Der letzte Aufsteiger wird nicht direkt über eine Meisterschaft vergeben. Die Vertreter aus Nordost und Bayern müssen in Entscheidungsspielen klären, wer das Feld der Drittliga-Rückkehrer komplettiert. Für Großaspach und Meppen beginnt dagegen schon jetzt die Vorbereitung auf eine Liga, die sportlich und organisatorisch neue Anforderungen stellt. Beide Klubs kommen mit Rückenwind, aber auch mit der Aufgabe, ihre Aufstiegseuphorie schnell in Drittligatauglichkeit zu verwandeln.
