Jetzt herrscht Klarheit beim SV Waldhof Mannheim. Nachdem die überraschende Freistellung von Felix Lohkemper zunächst viele Fragen aufgeworfen hatte, bestätigte der Drittligist am Mittwochabend offiziell die Trennung auf Zeit. Gleichzeitig wurde bekannt, wohin es den Angreifer im Sommer ziehen soll.
Waldhof und Lohkemper gehen vorzeitig getrennte Wege
Der SV Waldhof Mannheim und Felix Lohkemper werden die laufende Saison nicht mehr gemeinsam zu Ende bringen. Wie der Verein mitteilte, nimmt der Stürmer ab sofort weder am Trainingsbetrieb noch an den verbleibenden Spielen der Profimannschaft teil. Demnach sei die Entscheidung nach Gesprächen in den vergangenen Tagen gemeinsam getroffen worden. Hintergrund ist der bevorstehende Wechsel des Angreifers zum Ligakonkurrenten SV Sandhausen.
Damit steht fest, dass Lohkemper weder im letzten Heimspiel gegen Regensburg noch beim Saisonabschluss in Ingolstadt auflaufen wird. Auch das Pokalfinale gegen den VfR Mannheim findet ohne den treffsichersten Waldhof-Spieler der Saison statt.
Wechsel nach Sandhausen ausschlaggebend
Nach Angaben des Vereins hatte Lohkemper die Verantwortlichen darüber informiert, im Sommer zum SV Sandhausen wechseln zu wollen. In der aktuellen sportlich angespannten Phase entschied sich der Club deshalb offenbar bewusst für eine frühzeitige Trennung.
Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber erklärte: „Wir respektieren Felix’ Wunsch nach einer neuen Herausforderung. Für uns steht in der aktuellen Saisonphase der mannschaftliche Zusammenhalt im Fokus.“ Deshalb habe man sich darauf verständigt, die Situation frühzeitig zu klären.
Die Aussagen lassen erkennen, dass der Verein vor allem mögliche Unruhe innerhalb der Mannschaft vermeiden wollte. Nach zuletzt mehreren sieglosen Partien steht der Waldhof kurz vor Saisonende unter erheblichem Druck.
Sportlich ein schwerer Verlust
Die Entscheidung besitzt dennoch enorme sportliche Tragweite. Lohkemper war in dieser Spielzeit einer der wichtigsten Offensivspieler der Mannheimer und stellte mit seinen Treffern sogar eine vereinsinterne Bestmarke seit dem Drittliga-Aufstieg auf. Gerade in einer Phase, in der dem Waldhof offensiv häufig die Durchschlagskraft fehlte, galt der 31-Jährige als einer der wenigen konstanten Leistungsträger. Umso bemerkenswerter ist der Zeitpunkt der Trennung, nur wenige Tage vor den letzten Pflichtspielen der Saison.
Kritische Aussagen hatten bereits Fragen aufgeworfen
Zuletzt hatte Lohkemper in Interviews bereits angedeutet, dass es intern nicht überall reibungslos laufe. Dabei sprach er davon, dass sich der Club weiterentwickeln müsse und manche Dinge nach außen anders wirkten als intern. Auch taktische Entscheidungen hatte der Angreifer öffentlich angesprochen und erkennen lassen, dass er sich teilweise mehr Einsatzzeiten gewünscht hätte. Rückblickend wirken diese Aussagen nun wie erste Hinweise auf die bevorstehende Entwicklung.
Fokus auf einen ruhigen Saisonabschluss
Mit der offiziellen Mitteilung versucht der SV Waldhof nun offenbar, vor den letzten Spielen Klarheit zu schaffen. Der Verein setzt sichtbar darauf, die verbleibende Saison ohne weitere Nebengeräusche zu beenden. Ob die Entscheidung sportlich aufgeht, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Fest steht aber schon jetzt: Der Abschied von Felix Lohkemper markiert das Ende einer prägenden Personalie der vergangenen Jahre beim Waldhof.
