Start Vereine Alemannia Aachen Alemannia Aachen schreibt Geschichte: Gindorf und Schroers knacken Drittliga-Rekord

Alemannia Aachen schreibt Geschichte: Gindorf und Schroers knacken Drittliga-Rekord

Foto: Lars Zimmermann

Alemannia Aachen hat ein neues Kapitel Drittliga-Geschichte geschrieben. Beim 1:1 gegen Hansa Rostock fiel nicht nur ein wichtiges Tor, sondern auch eine Marke, die zehn Jahre lang Bestand hatte. Lars Gindorf und Mika Schroers stehen nun gemeinsam bei 42 Saisontreffern und damit allein an der Spitze der Liga-Historie.

Ein Rekord, der früher fällt als geplant

Es brauchte nur einen Moment, um aus einer starken Saison eine historische zu machen. Mit seinem 23. Treffer der Spielzeit schob Lars Gindorf das Aachener Sturmduo gegen Rostock über die bisherige Bestmarke hinaus. Zusammen mit Mika Schroers, der bereits 19 Tore beigesteuert hat, steht das Gespann jetzt bei 42 Treffern.

Damit ist klar: Kein Angriffsduo war in der Geschichte der 3. Liga erfolgreicher. Die bisherige Rekordzahl von 41 Toren, aufgestellt 2015/16 von Justin Eilers und Pascal Testroet im Trikot von Dynamo Dresden, ist übertroffen.

Gindorf hatte die Bestmarke fest im Blick

Dass dieser Rekord noch in Reichweite war, hatte Gindorf längst auf dem Zettel. Nach dem Spiel machte er deutlich, dass die Marke intern durchaus Thema war. Es sei schon das Ziel gewesen, den Rekord in den letzten drei Partien noch zu knacken, erklärte der 24-Jährige. Dass es nun schon geklappt habe, sei umso besser. Und ganz fertig klingt er damit nicht. In den verbleibenden zwei Spielen, so Gindorf selbstbewusst, könnten durchaus noch „ein oder zwei Tore“ dazukommen.

Der neue Bestwert fällt also bereits am drittletzten Spieltag. Und genau das macht die Zahl noch eindrucksvoller, denn sie ist keineswegs endgültig.

Zwei Torjäger, zwei offene Geschichten

So groß der sportliche Moment auch ist, über der Personalie beider Offensivspieler steht weiterhin ein Fragezeichen. Gindorf ist nur von Hannover 96 ausgeliehen und muss im Sommer zunächst zurück nach Niedersachsen. Ob Aachen ihn halten kann, ist offen. Auch bei Schroers ist die Zukunft alles andere als geklärt. Der Offensivmann gehört zwar der Alemannia, hat mit seinen 19 Saisontoren aber längst Begehrlichkeiten geweckt. Als Interessenten gelten unter anderem der FC St. Pauli sowie die Schweizer Erstligisten FC Zürich und FC St. Gallen.

Aachen erlebt einen Rekord und bangt zugleich um sein Erfolgsduo

Für Aachen ist das ein besonderer Spagat. Auf der einen Seite steht eine Offensivpartnerschaft, die sich in die Geschichtsbücher der 3. Liga geschossen hat. Auf der anderen wächst die Unsicherheit, ob genau dieses Duo überhaupt noch lange gemeinsam auflaufen wird. Der Rekord ist bereits sicher. Ob noch weitere Tore dazukommen und ob diese Geschichte über den Sommer hinaus weitergeschrieben wird, bleibt die spannendere Frage.

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