VfB Lübeck will am „Finaltag der Amateure“ ein Zeichen gegen Rassismus setzen und hat sich da auch schon etwas einfallen lassen.
Die Mannschaft von Trainer Rolf Landerl wird in weißen Trikots im Uwe Seeler Fußball Park (Malente) auflaufen. Diese Trikots werden aber eine Besondere Botschaft haben. Auf den Trikots wird ein eigenes entworfenes Logo und Spruch „Wir sind mehr als Grün-Weiß – 100% gegen Rassismus“ für alle Zuschauer zu lesen sein.
„Der VfB steht entschlossen für alle Werte des sozialen Miteinanders, und darin finden jegliche Formen von Ausgrenzung und Hass keinen Platz“, so VfB-Vorstandssprecher Thomas Schikorra und betont: „Der Kampf gegen Rassismus ist keine politische Aussage, sondern eine Frage von Anstand, Menschlichkeit und Respekt.“
Ursprünglich waren diese Trikots für ein Spiel in den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ im März gedacht. Damals hatte VfB-Hauptsponsor iperdi die Brust freigegeben, um diese Botschaft für Toleranz und Respekt zu senden. Da seitdem aufgrund der Corona-Pandemie keine Pflichtspiele stattfanden, wird die Aktion nun zum Pokal-Endspiel durchgeführt. Das Motto „Wir sind mehr als Grün-Weiß!“ wollen alle VfBer zusammen tagtäglich verkörpern und ausstrahlen.
Zeichen für Toleranz und Miteinander
Mit den Sondertrikots soll verdeutlicht werden, dass in diesen ohnehin schweren Zeiten der Zusammenhalt und die Gemeinschaft wichtig und zu schützen sind. „Der Sport ist so vielfältig. Da ist es völlig egal welche Hautfarbe oder Religion jemand hat oder wo er herkommt“, stellt auch VfB-Trainer Rolf Landerl klar. „Ich war in so vielen Ländern, und immer ist es so gewesen, dass dieser Ball die Menschen verbindet, unabhängig auch von Sprache und irgendwelchen Äußerlichkeiten. Der Fußball bringt die die unterschiedlichsten Leute zusammen, und das ist das beste Zeichen gegen Diskriminierung und Rassismus.“
VfB-Marketingleiter Sven Theißen: „Wir setzen mit den Trikots ein wichtiges Zeichen für Toleranz und Miteinander. Dabei spielen Herkunft, Religion oder Hautfarbe keine Rolle. Nicht nur auf dem Sportplatz sollte das selbstverständlich sein.“
