Auswärtsfans sind in Stadien derzeit nicht möglich. Ein einzelner FCS-Fan hat es geschafft, sich ins Stadion des VfB Lübeck zu mogeln.
„Ich werd‘ keinen Mucks von mir geben und mich komplett ruhig verhalten„, so Carlos Aussage gegenüber dem Magazin „11 Freunde“. Der eingefleischte FCS-Fan hatte es geschafft, seine Mannschaft zum Saisonauftakt zu unterstützen und das obwohl keine Auswärtsfans zugelassen waren. 1.860 Zuschauer besuchten das Spiel, darunter eigentlich keine Fans der Saarländer. Wovon viele andere nur träumen, hatte Carlos geschafft. Seine Mannschaft anfeuern war zwar nicht drin, dennoch durfte er miterleben, wie seine Mannschaft einen Punkt entführen konnte.
Carlos Undercover in Lübeck
Da lediglich Zuschauer zugelassen waren, die einen Wohnsitz in der Region haben, musste sich Carlos etwas einfallen lassen – und der FCS-Fan ließ sich etwas einfallen. Da er mit seiner Frau schon seit langem einen Urlaub an der Ostsee gebucht hatte, erfüllte die Adresse seines Urlaubswohnsitzes die notwendigen Kriterien. Plötzlich war er ein Teil der knapp 2.000 Zuschauer im Stadion an der Lohmühle. Seine Euphorie zurückzuhalten fiel ihm deutlich schwer. Daher hat er sich etwas einfallen lassen: „Ich habe mir vorgenommen, gegen eine Bande zu treten oder auf den Sitz zu schlagen, das können die nicht deuten.“
Um nicht enttarnt zu werden, hat er außerdem sein FCS-Logo auf dem Sperrbildschirm seines Handy entfernt. Auch die Maske hat er von schwarz-blau in weiß getauscht. Am Ende durfte er ein Tor seiner Mannschaft „bejubeln“ und sich über einen Punkt freuen. Carlos beschrieb das Gefühl „wie Weihnachten„.
