Start Vereine Alemannia Aachen Tivoli zwischen Jubel und Sorge: Aachen-Sieg von Randale überschattet

Tivoli zwischen Jubel und Sorge: Aachen-Sieg von Randale überschattet

Foto: Waldhof News

Der sportliche Aufschwung bei Alemannia Aachen gerät von einem altbekannten Problem in den Schatten. Nach dem 3:1 gegen den MSV Duisburg herrschte auf dem Tivoli zwar wieder Feierlaune, doch Teile des Gästebereichs wurden nach Abpfiff verwüstet. Ausgerechnet vor dem heiklen Heimspiel gegen Hansa Rostock wächst damit die Nervosität rund um den Klub erneut.

Siegesserie mit bitterem Nachgeschmack

Alemannia Aachen bleibt in der 3. Liga schwer zu schlagen. Das 3:1 gegen den MSV Duisburg war bereits das achte Spiel in Folge ohne Niederlage und entsprechend groß war am Freitagabend die Euphorie auf dem Tivoli. Lange überlagerte die sportliche Entwicklung alles andere.

Dann kippte das Bild. Nach der Partie gingen einige der rund 6.000 mitgereisten Duisburger Anhänger im Gästebereich auf die Sitzschalen los und hinterließen deutliche Schäden in mehreren Reihen. Der gelungene Fußballabend bekam damit einen unschönen Abschluss.

Verein setzt auf Einigung mit dem MSV

Bei Alemannia Aachen versucht man nun, den Vorfall zügig aufzuarbeiten. Präsident Björn Janßen spricht von einem engen Austausch mit dem MSV Duisburg und signalisiert, dass sich für die entstandenen Schäden eine Lösung finden lasse. Der Tenor im Verein ist klar: Die Regulierung mit dem Gastklub gilt als machbar.

Größere Sorgen bereitet in Aachen ohnehin nicht die Nachbereitung des Duisburg-Spiels, sondern der Blick nach vorn. Janßen drängt darauf, dass es eine klare DFB-Regelung geben müsse, damit Gastgeber bei solchen Vorfällen nicht auf den Kosten sitzen bleiben.

Rostock-Spiel rückt in den Mittelpunkt

Die eigentliche Brisanz entsteht mit Blick auf den kommenden Samstag. Dann empfängt Aachen Hansa Rostock, und die Erinnerung an das Vorjahr ist auf dem Tivoli noch präsent. Schon 2025 war es nach dem Spiel gegen Rostock zu schweren Ausschreitungen und erheblichen Beschädigungen gekommen.

Diesmal will sich der Verein besser wappnen. Ordner und Polizei werden mit verstärktem Aufgebot im Einsatz sein. Die Sicherheitsmaßnahmen werden also noch einmal sichtbar hochgefahren, um ähnliche Szenen möglichst zu verhindern.

Reparaturen laufen, Bereich bleibt gesperrt

Fest steht zudem, dass die aktuellen Schäden vor dem Rostock-Spiel beseitigt werden sollen. Die beschädigten Sitze werden ersetzt. Janßen verweist in diesem Zusammenhang auch auf das Alter vieler Stühle im Stadion. Teilweise seien sie bis zu 17 Jahre alt, entsprechend porös und anfällig. Manche würden sogar dann brechen, wenn Zuschauer lediglich darüber klettern.

Für das Spiel gegen Hansa zieht der Klub daraus bereits konkrete Konsequenzen. Nur der eigentliche Gästeblock soll freigegeben werden. Der nun betroffene Bereich bleibt als Sicherheitszone leer und wird nicht belegt.

Alemannia erlebt sportlich gerade eine Phase, auf die der Verein lange gewartet hat. Umso größer ist das Interesse, dass die Schlagzeilen in den nächsten Tagen wieder dem Fußball gehören und nicht erneut demolierten Sitzreihen, Polizeieinsätzen und Sicherheitsdebatten.

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