Nach einem rassistischen Vorfall beim Spiel zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück, wurde die Partie nun letztlich abgesagt. Nun ermittelt der DFB-Kontrollausschuss.
In Deutschland wurde erstmals eine Partie aufgrund rassistischer Entgleisungen abgebrochen. Gegen einen 55-Jährigen Mann wurde nun von der Polizei Duisburg eine Anzeige erstattet. Demnach soll der Zuschauer Aaron Opoku während des Spiel rassistisch beleidigt haben. Der Mann wurde von anderen Fans identifiziert. Die Zeugen, sowie der Betroffene selbst wurden bereits vernommen. Der DFB-Kontrollausschuss wird nun ebenfalls ermitteln.
Tiefpunkt in der Vereinsgeschichte
Opoku war beim Stand von 0:0 in Richtung Eckfahne gelaufen, wo anschließen „Affenlaute von der Tribüne“ gerufen wurden, so berichtete Schiedsrichter Nicolas Winter, der die Partie leitetet und daraufhin unterbrach. „Wir dürfen das im Fußball und in der Gesellschaft nicht akzeptieren“, so VfL-Geschäftsführer Michael Welling. „Es kann nicht sein, dass wir immer nur Parolen formulieren, dass wir Sprüche auf T-Shirts kleben. Wir müssen reagieren, wenn so etwas passiert“.
Die Zebras selbst äußerten sich wie folgt dazu: „In kaum einer Stadt finden so viele unterschiedliche Nationen zusammen wie hier in Duisburg. Gerade deswegen entsetzt es uns umso mehr. Jeder einzelne dieser Chaoten, ist einer zu viel. Es ist mir einfach unbegreiflich, wie man diesen Sport, den wir so sehr lieben, dermaßen sabotieren kann“, so MSV-Präsident Ingo Wald. „Wir haben nur die Chance, um Entschuldigung zu bitten. Das ist ein Tiefpunkt in unserer Vereinsgeschichte. Das ist hoffentlich die letzte Warnung für die letzten Hohlköpfe, die es immer noch nicht kapiert haben“, fügt MSV-Pressesprecher Martin Haltermann hinzu. Über die Wertung des Spiels wird das DFB-Sportgericht zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.
