Nach dem enttäuschenden Auftritt beim SV Sandhausen muss der SV Waldhof Mannheim einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Cheftrainer Rüdiger Rehm und Kapitän Marcel Seegert nehmen Stellung zur enttäuschenden Leistung.
Die Szenerie im GP-Stadion am Hardtwald ähnelte frappierend der Begegnung im Badischen Pokal vor drei Wochen. Während der SV Sandhausen mit seinen Fans jubelt, erreicht der Frust beim SV Waldhof Mannheim eine neue Dimension. Der SVS triumphiert mit einem klaren 3:0 (1:0)-Sieg. Yassin Ben Balla (38.) mit einem Traumtor sowie späte Treffer von Franck Evina (85.) und Tim Maciejewski (90.+4) besiegelten den vierten Pflichtspielsieg in Folge für Sandhausen unter seinem neuen Cheftrainer Jens Keller.
SV Waldhof Mannheim vor entscheidenden Spielen
Der SV Waldhof Mannheim hat seit Ende September kein Spiel mehr gewonnen und liegt mit nur 14 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz der 3. Liga. Der Rückstand auf den rettenden 16. Platz beträgt bereits vier Punkte, wobei Halle ein Spiel weniger ausgetragen hat. Vor allem in der Offensive sind die Mannheimer viel zu harmlos. Kapitän Marcel Seegert sagt gegenüber „MagentaSport“: „Fußball ist nicht nur Kampf. Das ist die Basis. Was einfach fehlt, ist diese Qualität, vor das Tor zu kommen und Ideen im eigenen Spiel zu haben.“
Trainer Rüdiger Rehm, der auch bei den Fans mächtig in Kritik geraten ist, weiß: „Daran arbeiten wir. Das heißt nicht, dass die Jungs diese Qualität nicht haben. Aber im Moment haben wir sie nicht.“ Angesichts der prekären Situation stellt sich auch die Trainerfrage. Das ausgegebene Ziel, bis zur Winterpause auf einen Nichtabstiegsplatz zu klettern, erscheint angesichts der Formkurve und der Tabellensituation fast utopisch. Rüdiger Rehm appelliert: „Wir müssen diesen einen Sieg einfahren, um ein Erfolgserlebnis zu haben. Wir dürfen uns jetzt nicht zerreißen.“
Fans sind enttäuscht von der Leistung der Mannschaft
Auch die Fans waren nach dem Spiel sichtlich enttäuscht. Rund 3.000 Fans hatten die kurze Reise nach Sandhausen auf sich genommen. Nach dem Spiel gab es „Wir sind Mannheimer und ihr nicht„-Sprechchöre. Außerdem wurden die Spieler nach dem Spiel weggeschickt, als sie sich bei den eigenen Fans für die Unterstützung bedanken wollten. „Nächste Woche müssen wir wieder angreifen, wir haben keine andere Wahl„, so Seegert.



