Donnerstag, Februar 26, 2026
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Neuer Tatverdacht nach Vandalismus beim TSV Havelse

Foto: Lars Zimmermann

Kurz vor dem Wiedersehen auf dem Platz rücken alte Ereignisse wieder in den Fokus. Beim TSV Havelse gibt es im Fall der massiven Sachbeschädigungen vor dem Hinspiel gegen den VfL Osnabrück erstmals einen konkreten Tatverdacht. Die Ermittlungen haben damit eine neue Phase erreicht, auch wenn viele Details weiterhin offen bleiben.

Ein Spiel, das früh zur Nebensache wurde

Sportlich war die Partie schnell erzählt. Am vierten Spieltag der 3. Liga setzte sich der VfL Osnabrück souverän mit 2:0 beim TSV Havelse durch. Doch schon damals dominierte nicht das Geschehen auf dem Rasen die Schlagzeilen, sondern das, was Tage zuvor auf dem Vereinsgelände der Gastgeber passiert war.

Großflächige Schmierereien, beschädigte Infrastruktur und entwendetes Material hatten das Areal des TSV Havelse erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Der entstandene Schaden ging nach Vereinsangaben deutlich über das übliche Maß hinaus und bewegte sich in einem hohen sechsstelligen Bereich. Als möglicher Auslöser galten damals Unmutsäußerungen rund um die Preisgestaltung für Gästetickets.

Ermittlungen mit langem Atem

Über Wochen hielten sich Polizei und Justiz mit öffentlichen Aussagen zurück. Bekannt war lediglich, dass mehr als hundert Farbschmierereien entdeckt wurden, Tornetze zerstört und sogar Trikots sowie technische Ausrüstung verschwunden waren. Frühzeitig stand der Verdacht im Raum, dass die Täter aus dem Umfeld der Osnabrücker Fanszene stammen könnten, bestätigt wurde das jedoch nicht.

Erst jetzt, kurz vor dem Rückspiel an der Bremer Brücke, kommt Bewegung in die Sache.

Ein Tatverdächtiger rückt ins Blickfeld

Wie die Staatsanwaltschaft Hannover laut Berichten der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ mitteilte, gibt es inzwischen einen konkreten Tatverdächtigen. Dabei handelt es sich um einen 45-jährigen Mann aus dem Raum Osnabrück.

Im Zuge der Ermittlungen wurde eine umfangreiche Durchsuchungsmaßnahme durchgeführt. Dabei stellten die Behörden zahlreiche Datenträger sicher, die nun ausgewertet werden. Weitere Angaben machte die Staatsanwaltschaft bewusst nicht. Man verwies auf ermittlungstaktische Gründe und betonte zugleich, dass die Unschuldsvermutung uneingeschränkt gelte.

Noch viele offene Fragen

Klar ist bislang nur, dass die Ermittlungen nicht abgeschlossen sind. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft werden sämtliche Spuren geprüft, unabhängig davon, ob sie mit den sichergestellten digitalen Beweismitteln zusammenhängen oder nicht. Auch weitere mögliche Beteiligte werden nicht ausgeschlossen.

Während sich die Mannschaften sportlich auf das nächste Aufeinandertreffen vorbereiten, bleibt der Vandalismus-Fall ein mahnender Begleiter. Er zeigt, wie schnell ein Fußballspiel in den Hintergrund rücken kann, wenn Grenzen überschritten werden und der Schaden weit über den Sport hinausgeht.

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