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Roberto Hilbert wohl beim SV Waldhof Mannheim im Gespräch

Foto: Lars Zimmermann

Beim SV Waldhof herrscht auf dem Trainingsgelände Ruhe, in der Trainerfrage aber wächst die Spannung. Während am Alsenweg Sommerpause ist, läuft die Suche nach der passenden Lösung im Hintergrund auf Hochtouren. Nun taucht mit Roberto Hilbert ein Name auf, der für einen mutigen Schritt stehen würde.

Ein Ex-Nationalspieler rückt in den Fokus

Der Mannheimer Drittligist prüft offenbar eine Personalie mit prominentem Fußballhintergrund. Nach Informationen des „Kicker“ soll Roberto Hilbert zu den Kandidaten auf dem Waldhof-Zettel gehören. Für die sportliche Führung geht es dabei um mehr als nur eine schnelle Besetzung. Gesucht wird die möglichst „optimale Lösung“ für die kommende Phase des Klubs, wie Zuber kürzlich gegenüber der „Rhein-Neckar-Zeitung“ erklärtr.

Hilbert wäre dabei keine gewöhnliche Wahl. Der frühere Nationalspieler, der sechs Länderspiele für Deutschland absolvierte, hat als Profi auf großer Bühne gespielt, im Inland ebenso wie international. Seine Vita reicht von der Bundesliga über die 2. Liga bis hinein in Champions League und Europa League.

Viel Praxis, aber noch kein Cheftrainer im Profifußball

Der 41-Jährige arbeitet aktuell bei der SpVgg Greuther Fürth. Dort ist er im Nachwuchsbereich tätig und begleitet Talente auf dem Weg in Richtung Lizenzmannschaft. Genau dieser Entwicklungsansatz dürfte auch für Vereine interessant sein, die sportlich etwas aufbauen und zugleich personell klug arbeiten wollen.

Als Trainer hat Hilbert in Fürth bereits mehrere Stationen durchlaufen. Von 2022 bis 2025 betreute er die U19, anschließend übernahm er die U23 der Kleeblätter. Dort blieb der große sportliche Durchbruch allerdings aus. Nach nur drei Siegen in 25 Spielen endete seine Zeit auf diesem Posten wieder.

Reizvolle Lösung mit offenem Ausgang

Gerade darin liegt der besondere Reiz dieser Personalie. Waldhof bekäme keinen etablierten Profitrainer, sondern einen Coach, der im Nachwuchsbereich Erfahrungen gesammelt hat und nun den nächsten Schritt anstrebt. Für Hilbert wiederum wäre Mannheim die erste Station als Cheftrainer im Profifußball.

Seine Laufbahn als Spieler liefert reichlich Argumente für seine fachliche Autorität. Hilbert kommt auf 178 Einsätze in der Bundesliga und 85 Partien in der 2. Liga. Dazu kommen Auftritte im europäischen Wettbewerb, also genau jene Erfahrung, die in einer Kabine schnell Gewicht entwickeln kann.

Hinter den Kulissen läuft die Arbeit weiter

Nach außen wirkt der Alsenweg derzeit nahezu verlassen. Die Sommerpause hat den Alltag spürbar entschleunigt, auf dem Gelände ist es ruhig. Intern aber laufen die Planungen weiter, und die Trainerfrage bleibt eines der zentralen Themen dieser Wochen.

Ob aus dem Kandidatenstatus tatsächlich mehr wird, ist offen. Klar ist nur: Mit Roberto Hilbert stünde ein Name im Raum, der für einen Neuanfang mit Entwicklungsgedanken, aber auch für ein gewisses Risiko stehen würde. Genau diese Abwägung dürfte den Waldhof in den kommenden Tagen besonders beschäftigen.

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