Start News Zwischen Hoffnung und Ungewissheit: So gestalten die Löwen ihre Zukunft

Zwischen Hoffnung und Ungewissheit: So gestalten die Löwen ihre Zukunft

Beim TSV 1860 München laufen die Planungen für die kommende Saison auf Hochtouren. Nach außen wirkt die Lage derzeit vergleichsweise ruhig, intern werden jedoch wichtige Entscheidungen getroffen. Neben der Trainerfrage steht vor allem die Zusammenstellung des Kaders im Mittelpunkt, denn der Neustart in der Regionalliga bringt einige außergewöhnliche Herausforderungen mit sich.

Schwierige Ausgangslage für die Kaderplanung

Der bevorstehende Neustart unterscheidet sich deutlich von früheren Umbruchphasen bei den Löwen. Während man in der Vergangenheit auf bestehende Nachwuchsstrukturen zurückgreifen konnte, gestaltet sich die Situation diesmal wesentlich komplizierter. Ein wesentlicher Grund liegt in den Vertragsverhältnissen der Spieler.

Sowohl die Akteure des bisherigen Profikaders als auch die Spieler aus dem Nachwuchsbereich stehen vertraglich nicht beim Verein selbst, sondern bei der ausgegliederten Gesellschaft unter Vertrag. Für die Verantwortlichen bedeutet das, dass die Kaderplanung unter besonderen Rahmenbedingungen erfolgen muss.

Nur wenige Spieler mit Perspektive für die Regionalliga

Aktuell gibt es nur eine kleine Gruppe von Spielern, die über bestehende Verträge verfügen, die auch für den künftigen Spielbetrieb relevant sein könnten, wie aus einem Bericht der „AZ“ hervorgeht. Dazu zählen Samuel Althaus, Damjan Dordan, Lasse Faßmann, Loris Husic, Xaver Kiefersauer, Emre Erdogan, Paul Bachmann und Sean Dulic.

Gerade Dulic dürfte jedoch kaum langfristig für die Regionalliga eingeplant werden können. Der Nachwuchsnationalspieler hat mit seinen Leistungen das Interesse mehrerer höherklassiger Vereine geweckt. Ein Wechsel in den Profifußball gilt daher als sehr wahrscheinlich.

Erfahrene Kräfte könnten den Neustart begleiten

Neben möglichen Neuzugängen richtet sich der Blick vor allem auf die Routiniers im Kader. Mehrere erfahrene Spieler sollen sich grundsätzlich vorstellen können, den eingeschlagenen Weg mitzugehen. Insbesondere Florian Niederlechner wird weiterhin als wichtiger Faktor genannt. Auch Tunay Deniz, Philipp Maier und Max Reinthaler gelten als Kandidaten für einen Verbleib. Ihre Erfahrung könnte für eine neu zusammengestellte Mannschaft von großer Bedeutung sein.

Bei Kevin Volland ist die Situation dagegen weniger klar. Neben einem möglichen Verbleib stehen offenbar auch andere Optionen im Raum. Dazu zählt sogar die Möglichkeit, die aktive Laufbahn zu beenden.

Torwartfrage bleibt offen

Auch auf der Torhüterposition ist die Zukunft noch nicht endgültig geklärt. Thomas Dähne soll sich einen Verbleib bei den Münchnern durchaus vorstellen können. Seine enge Verbundenheit mit der Region spricht für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit. Gleichzeitig gibt es jedoch Interesse anderer Klubs. Dadurch bleibt offen, ob der Schlussmann tatsächlich Teil des Neuaufbaus sein wird.

Bewegung bei möglichen Rückkehrern

Noch vor kurzer Zeit wurden Rückholaktionen einzelner ehemaliger Löwen als realistische Szenarien gehandelt. Inzwischen haben sich die Vorzeichen jedoch verändert. Julian Guttau wird mittlerweile eher bei einem ambitionierten Zweitligisten gesehen, während Dennis Dressel offenbar verschiedene Möglichkeiten im höherklassigen Fußball prüft. Eine Rückkehr an die Grünwalder Straße erscheint daher deutlich weniger wahrscheinlich als noch vor einigen Wochen.

Kayabunar rückt in den Fokus

Während viele Personalfragen offen bleiben, zeichnet sich bei der Trainersuche ein möglicher Favorit ab. Alper Kayabunar hat mit der U21 zuletzt sportlich überzeugt und die Mannschaft zu einer erfolgreichen Saison geführt. Seine Arbeit im Nachwuchsbereich und die enge Verbindung zum Verein machen ihn zu einem naheliegenden Kandidaten für die neue Aufgabe. Eine endgültige Entscheidung steht zwar noch aus, doch sein Name wird derzeit besonders häufig gehandelt.

Die kommenden Wochen dürften für den TSV 1860 richtungsweisend werden. Ob erfahrene Leistungsträger bleiben, welche Talente gehalten werden können und wer künftig an der Seitenlinie steht, wird maßgeblich bestimmen, mit welchem Gesicht die Löwen in die Regionalliga starten. Sicher ist nur: Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen bereits mit voller Intensität.

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