Regensburg und Dresden führten nach der Hinrunde die Tabelle mit scheinbar uneinholbarem Vorsprung an. Doch dann katapultierte sich der bis dahin drittplatzierte SSV Ulm 1846 mit einem triumphalen Last-Minute-Sieg gegen 1860 München auf den zweiten Platz und sorgte für ausgelassenen Jubel.
In den dramatischen Schlussminuten, genau in der dritten Minute der Nachspielzeit, ergab sich die letzte Chance für Ulm durch einen Eckball. Scienza führte ihn präzise aus und fand den erst zwei Minuten zuvor eingewechselten Lucas Röser. Röser köpfte den Ball wuchtig in die Maschen und sicherte so den späten Sieg. Dank einer beeindruckenden Serie von acht Spielen ohne Niederlage steht Ulm nun erstmals seit dem 11. Spieltag wieder auf einem direkten Aufstiegsplatz. „Das ist einfach fantastisch, vor allem vor dieser tollen Kulisse„, schwärmte Trainer Thomas Wörle. Auch Röser hob die Unterstützung der zahlreichen mitgereisten Fans hervor: „Für uns war es ein besonderes Spiel, die Unterstützung war phänomenal. Die Emotionen nach dem Tor sind unvergleichlich.“
Vorfreude auf nächstes Heimspiel im Donaustadion
Spieler und Fans feierten den Sprung auf Platz zwei noch lange nach dem Spiel. „Es war ein hart umkämpftes Spiel zweier Mannschaften, die in der Defensive sehr gut standen. Nach einer roten Karte haben wir die Oberhand gewonnen und am Ende das entscheidende Tor geschossen„, erklärte Wörle. Er betonte, dass es in einem Spiel, in dem beide Mannschaften defensiv stark waren, bezeichnend war, dass eine Standardsituation die Entscheidung brachte. „Wir sind überglücklich, denn wir wussten, dass es gegen einen so starken Gegner schwer werden würde“, so Wörle.
Im nächsten Spiel gegen den SV Sandhausen, der nur sechs Punkte hinter dem neuen Tabellenzweiten liegt, gilt es nun, die Serie der Ungeschlagenheit fortzusetzen.
