Mit der 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Saarbrücken haben die Aufstiegshoffnungen von Erzgebirge Aue einen herben Dämpfer erhalten. Die Leistung der Mannschaft, vor allem in der ersten Halbzeit, löste bei Trainer Pavel Dotchev ungewohnt harsche Kritik aus.
Normalerweise zeichnet sich Aues Trainer durch seine ruhige und besonnene Art aus, doch nach dem enttäuschenden Spiel in Saarbrücken konnte er seinen Frust nicht verbergen. Auf die Mängel des Spiels angesprochen, fasste er seine Enttäuschung in einem Wort zusammen: „Alles„. Sein Hauptkritikpunkt war die erste Halbzeit, die er als „total verschlafen“ bezeichnete. Er bemängelte die zu komplizierte Spielweise und die fehlende Dynamik im Team. „Wir haben es uns selbst unnötig schwer gemacht„, fügte er zu der „emotionslosen“ Körpersprache seiner Spieler hinzu. Sie hätten „wie ein Absteiger gespielt„, lautete sein vernichtendes Urteil, eine Leistung, die ihn zutiefst enttäuschte: „So habe ich meine Mannschaft noch nie gesehen„. Am liebsten hätte er in der Halbzeitpause die gesamte Mannschaft ausgewechselt.
Die Gründe für die schwache Leistung sah Dotchev in der unerwartet aggressiven Spielweise des Gegners, die seine Mannschaft überrumpelt habe. Probleme mit langen Bällen und ein schlechtes Abwehrverhalten trugen zum negativen Ergebnis bei, das durch einen Elfmeter gegen sie besiegelt wurde. Obwohl sich die Mannschaft in der zweiten Halbzeit etwas steigerte, konnten die beiden Gegentore aus der ersten Halbzeit nicht mehr ausgeglichen werden. „Wenn uns der Anschlusstreffer gelungen wäre, hätten wir vielleicht noch Hoffnung gehabt. So aber haben wir das Spiel in der ersten Halbzeit verloren.“
