Start Vereine Hansa Rostock Hansa Rostock träumt weiter vom Relegationsplatz

Hansa Rostock träumt weiter vom Relegationsplatz

Hansa Rostock darf weiter hoffen, auch wenn der Weg auf Rang drei nur noch über ein sportliches Nadelöhr führt. Nach einem wilden Heimauftritt gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart bleibt der Traum von der Relegation zumindest rechnerisch bestehen. Am letzten Spieltag braucht die Kogge allerdings nicht nur einen eigenen Sieg, sondern auch Hilfe von zwei anderen Plätzen.

Spektakel vor großer Kulisse

Zum Abschied vom heimischen Publikum lieferte Hansa Rostock noch einmal einen Abend voller Tempo, Tore und Nervenkitzel. Vor ausverkauft wirkenden Rängen zeigte die Mannschaft, dass sie sich im Aufstiegsrennen nicht kampflos verabschieden will. Gegen Stuttgart II entwickelte sich früh ein offener Schlagabtausch, den Rostock am Ende mit fünf eigenen Treffern für sich entschied.

Der Erfolg kam zur rechten Zeit. Nicht, weil er die Ausgangslage grundlegend verändert hätte, sondern weil er dem Team vor dem Saisonfinale noch einmal Energie gibt.

Brinkmann bleibt vorsichtig optimistisch

Trainer Daniel Brinkmann ordnete die Lage nach dem Spiel realistisch ein. Der direkte Aufstieg ist nicht mehr erreichbar, weil die Konkurrenz gepunktet hat. Der Relegationsplatz aber lebt weiter. „Wir sind noch nicht raus, auch wenn die Aufgabe weiterhin enorm kompliziert bleibt“, machte Brinkmann deutlich. Nach Saarbrücken fahre man nun immerhin „mit einem deutlich besseren Gefühl“.

Damit Rostock tatsächlich noch auf Platz drei springt, muss am letzten Spieltag alles zusammenpassen: Hansa braucht einen Auswärtssieg beim 1. FC Saarbrücken. Gleichzeitig müssen Duisburg gegen Viktoria Köln und Rot-Weiss Essen in Ulm verlieren. Erst dann würde die bessere Tordifferenz den Ausschlag zugunsten der Kogge geben.

Blick geht längst über das Finale hinaus

So groß die Freude über den Heimsieg war, in Rostock wird bereits weitergedacht. Brinkmann sprach offen an, dass die Saison auch gezeigt habe, an welchen Stellen Hansa noch zulegen muss. Aus seiner Sicht hätten schon kleine Verbesserungen in einzelnen Bereichen gereicht, um heute mit einigen Punkten mehr dazustehen.

Gerade deshalb wirkt das Saisonfinale wie eine Mischung aus Hoffnung und Mahnung. Rostock hat sich eine letzte Chance erarbeitet, doch sie liegt nicht mehr allein in den eigenen Händen. Am letzten Spieltag braucht die Kogge einen perfekten Nachmittag.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein