Start Vereine Alemannia Aachen Aachens Frühlingsgeschichte: Warum die Alemannia den Endspurt verändert

Aachens Frühlingsgeschichte: Warum die Alemannia den Endspurt verändert

Foto: Lars Zimmermann

Der vielleicht interessanteste Frühlingsplot der Liga spielt längst nicht mehr nur an der Spitze. Nach dem 3:1 bei SSV Jahn Regensburg steht Aachen bei 54 Punkten, liegt auf Rang sieben und ist seit acht Spielen ungeschlagen. Was zunächst nach einer hübschen Nebenstory klang, ist inzwischen ein ernstzunehmender Faktor im Saisonfinale geworden. Denn Aachen verwaltet die Saison nicht mehr, Aachen greift in sie ein. 

Aachen wächst in eine neue Rolle hinein

Im Zentrum dieser Geschichte steht das Offensivduo aus Lars Gindorf und Mika Schroers. Nach dem Regensburg-Spiel kommt das Paar zusammen auf 40 Ligatore, nur noch zwei fehlen zum Drittliga-Rekord eines Sturmduos. Entscheidend ist dabei nicht nur die Summe, sondern der Zeitpunkt: Diese Treffer fallen genau in jener Phase, in der andere Mannschaften verkrampfen. Aachen dagegen hat die letzten Wochen genutzt, um aus Form echte Wucht zu machen.

Der nächste interessante Punkt liegt hinter den Kulissen. Schroers wurde Anfang April fest verpflichtet und unterschrieb bis 2029. Das ist mehr als eine Personalie für den Sommer, weil es zeigt, dass der Klub seine aktuelle Entwicklung nicht als netten Lauf versteht, sondern als Basis für den nächsten Schritt.

Ein Sturmduo als Symbol dieser Entwicklung

Und genau deshalb lohnt der Blick nach vorn. Aachen trifft nun auf Duisburg und Rostock – also auf Vereine, die im oberen Rennen noch massiv unter Strom stehen. Gleichzeitig ist der Abstand zu Verl überschaubar. Das macht die Alemannia zur vielleicht spannendsten Zwischenfigur dieser Schlussphase: kein Favorit auf ganz oben, aber ein Team, das den Favoriten Abend für Abend die Statik verschieben kann. Trainer Mersad Selimbegovic hat Aufstiegsträume öffentlich zwar gebremst, doch die Realität des Tabellenbilds und des Restprogramms macht Aachen längst zum relevanten Mitspieler im Endspiel der Saison.

Warum der Blick jetzt nach Aachen gehen sollte

Wer in den kommenden Wochen nach dem Verein sucht, der Debatten auslösen, Konstellationen verschieben und Favoriten in Schwierigkeiten bringen kann, sollte nicht nur auf die bekannten Namen schauen. Aachen hat sich in genau diese Rolle hineingearbeitet. Nicht mit großen Ansagen, sondern mit Konstanz, Klarheit und einer Mannschaft, die zum richtigen Zeitpunkt an Schärfe gewonnen hat. Gerade darin liegt die besondere Qualität dieser Entwicklung. Die Alemannia aus Aachen ist nicht mehr nur eine der sympathischen Geschichten dieser Spielzeit. Er ist dabei, zu einem der bestimmenden Themen des Endspurts zu werden.

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