Start News Fortuna Düsseldorf steigt ab; Fürth rettet sich in die Relegation gegen Essen

Fortuna Düsseldorf steigt ab; Fürth rettet sich in die Relegation gegen Essen

Der letzte Spieltag der 2. Liga hat ein Traditionsklub erschüttert. Fortuna Düsseldorf ist abgestiegen. Nach einer Saison voller Rückschläge wurde das befürchtete Szenario Realität, ausgerechnet im entscheidenden Moment brach die Mannschaft komplett ein. Während andere Konkurrenten ihre Punkte holten, versank Fortuna in Fürth in Bedeutungslosigkeit.

Fortuna erlebt den totalen Kollaps

Es sollte ein Endspiel werden, eines dieser Spiele, in denen eine Mannschaft noch einmal alles mobilisiert. Und tatsächlich hatte Düsseldorf vor der Partie bei der SpVgg Greuther Fürth ein deutliches Zeichen gesetzt. Fans, Mitarbeiter, verletzte Profis und große Teile des Vereinsumfelds machten sich gemeinsam auf den Weg nach Franken. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebte.

Doch schon früh wurde klar, dass die Realität eine andere Geschichte schreiben würde. Noch bevor der Mannschaftsbus am Stadion ankam, waren mehrere nicht einsatzfähige Fortuna-Profis bereits vor Ort. Der Zusammenhalt war sichtbar, die Unterstützung enorm. Rund um den Sportpark Ronhof herrschte Endspielstimmung. Auf dem Rasen jedoch zeigte sich davon kaum etwas.

Früher Rückstand, keine Reaktion

Die Düsseldorfer wirkten von Beginn an gehemmt, unsicher und ohne Zugriff auf die Partie. Fürth nutzte die Passivität konsequent aus und brachte Fortuna früh in Bedrängnis. Mit jedem Gegentor wurde deutlicher, dass die Mannschaft den Druck des letzten Spieltags nicht verarbeiten konnte. Besonders bitter: Parallel entwickelte sich auch auf den anderen Plätzen alles gegen Düsseldorf. Arminia Bielefeld baute seine Führung aus, Eintracht Braunschweig rettete sich ebenfalls über die Ziellinie. Damit war klar, dass Fortuna selbst ein Punkt kaum geholfen hätte. Die eigene Leistung machte die Diskussion darüber allerdings schnell überflüssig.

Zur Pause war die Partie praktisch entschieden. Düsseldorf lag deutlich zurück und vermittelte kaum den Eindruck, sich noch einmal gegen den drohenden Absturz stemmen zu können.

Eine Saison voller Probleme endet im Absturz

Dass Fortuna überhaupt bis zum letzten Spieltag um den Ligaverbleib kämpfen musste, war bereits Ausdruck einer schwierigen Spielzeit. Immer wieder fehlte Stabilität, immer wieder ließ die Mannschaft in entscheidenden Phasen Punkte liegen. Verletzungen, Sperren und personelle Wechsel begleiteten die Saison nahezu durchgehend.

Der Auftritt in Fürth wirkte deshalb wie die Zusammenfassung der vergangenen Monate. Zu wenig Widerstand, zu wenig Klarheit, zu wenig Energie. Trainer Alexander Ende musste mit ansehen, wie sein Team im wichtigsten Spiel der Saison auseinanderfiel. Die 0:3-Niederlage besiegelte schließlich den direkten Abstieg in die 3. Liga. Für einen Klub mit den Ansprüchen und Möglichkeiten der Fortuna ist das ein sportlicher Tiefpunkt.

Fürth rettet sich, Düsseldorf taumelt

Während Düsseldorf den bitteren Gang nach unten antreten muss, darf Greuther Fürth zumindest weiter hoffen. Die Franken gehen in die Relegation und treffen dort auf Rot-Weiss Essen. Der Druck bleibt also bestehen, doch im Gegensatz zur Fortuna lebt die Chance auf den Klassenerhalt weiter. In Düsseldorf dagegen beginnt nun die schwierige Aufarbeitung. Der Verein steht vor einem Umbruch, sportlich wie personell.

Nach einer Saison voller Enttäuschungen bleibt vor allem die Erkenntnis, dass der Absturz nicht an einem einzigen Nachmittag entschieden wurde, sondern das Ergebnis vieler verpasster Chancen war. Gerade deshalb dürfte dieser letzte Spieltag lange nachwirken. Nicht wegen eines dramatischen Finales, sondern wegen der bedrückenden Leere, die nach dem Schlusspfiff blieb.

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