Start News Löwen trotzen Mini-Kader: Warum 1860 optimistisch in die Rückrunde startet

Löwen trotzen Mini-Kader: Warum 1860 optimistisch in die Rückrunde startet

Der Rückrundenauftakt in der 3. Liga hat es für den TSV 1860 München direkt in sich: Am Samstag wartet mit Rot-Weiss Essen ein direkter Konkurrent im Aufstiegsrennen. Die Ausgangslage ist klar, sportlich ambitioniert, personell jedoch angespannt. Dennoch senden die Löwen ein deutliches Signal: Angst kennt man an der Grünwalder Straße derzeit nicht.

Trainingslager in Belek: Teambuilding statt Wintergrau

Während in München Schnee und Kälte dominieren, blickt 1860-Coach Markus Kauczinski zufrieden auf das Trainingslager in Belek zurück. In der BR-Sendung „Heute im Stadion“ zog der Trainer ein rundum positives Fazit: „Top-Bedingungen, super Rasen, viel Zeit miteinander. Das hat uns als Mannschaft zusammengeschweißt.“

Auch sportlich gab es positive Signale. Der 4:1-Testspielsieg gegen den FC Winterthur diente als Standortbestimmung und nährte die Hoffnung auf eine erfolgreiche Rückrunde in der Liga3.

Verletzungssorgen prägen die Defensive

Ganz ohne Wermutstropfen kehrten die Löwen allerdings nicht zurück. Neben Kapitän Jesper Verlaat und Manuel Pfeifer musste zuletzt auch Innenverteidiger Sean Dulic verletzt passen. Besonders bitter: Die Ausfälle betreffen vor allem die Abwehrzentrale. Für den Auftakt in Essen scheint die Startelf dennoch weitgehend festzustehen. Marco Dähne beginnt im Tor, davor formiert sich eine Dreierkette mit Schifferl, Reinthaler und Siemen Voet. Voet kehrt nach Grippe und Gelbsperre rechtzeitig zurück.

Junge Impulse im Mittelfeld – Volland als Fixpunkt

Im zentralen Mittelfeld setzt Kauczinski notgedrungen auf frische Beine. Neben Philipp Maier dürfte der erst 20-jährige Samuel Althaus starten. Der Nachwuchsspieler überzeugte zuletzt mit Mut und Dynamik, Eigenschaften, die in einer engen 3. Liga Gold wert sind.

Offensiv dreht sich vieles um Kevin Volland. Der Rückkehrer hat seine Knieprobleme überwunden und fungiert als spielerisches Herzstück. Vorne spricht vieles für ein Duo aus Patrick Hobsch und David Philipp, der mit Technik statt Tempo punktet.

Aufstieg im Blick – aber ohne Druck

Vier Punkte fehlen aktuell auf den Relegationsplatz. Die Rechnung ist einfach, die Umsetzung kompliziert. Kauczinski mahnt zur Geduld und bleibt seiner Linie treu: „Es bringt mir nichts, auf das Bergkreuz zu schauen, wenn ich noch so viele Etappen vor mir habe.“

In einer Liga, die der Trainer selbst als „wild, eng und voller Leidenschaft“ beschreibt, entscheidet Konstanz. Erst Essen, dann der nächste Schritt, so lautet der Plan.

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