Start Vereine Alemannia Aachen Ken Izekor kehrt zurück: Alemannia Aachen holt Offensivtalent vom Werksklub

Ken Izekor kehrt zurück: Alemannia Aachen holt Offensivtalent vom Werksklub

Foto: Alemannia Aachen

Für Ken Izekor ist es mehr als nur ein Wechsel. Der 19 Jahre alte Offensivspieler kehrt nach Aachen zurück, in die Stadt seiner Geburt, in die Region seiner Kindheit und zu dem Verein, bei dem für ihn vieles begann. Dass er nun fest von Bayer Leverkusen zur Alemannia wechselt, macht den Transfer sportlich interessant und emotional besonders.

Rückkehr mit Signalwirkung

Alemannia Aachen verstärkt seine Offensive mit einem Namen, der in der Region längst bekannt ist. Ken Izekor schließt sich dem Klub fest von Bayer 04 Leverkusen an und bringt trotz seines jungen Alters bereits einen bemerkenswerten Werdegang mit an die Krefelder Straße.

Der 2007 in Aachen geborene Angreifer wuchs im benachbarten Eschweiler auf und sammelte seine ersten Fußballjahre im Nachwuchs der Alemannia. Später zog es ihn nach Leverkusen, wo er seit 2018 sämtliche Jugendstufen durchlief und sich früh gegen ältere Jahrgänge behauptete. Bereits mit 15 Jahren stand Izekor in der U19 auf dem Platz. Für Aachen ist dieser Transfer deshalb nicht nur ein sportlicher Zugang, sondern auch die Rückkehr eines Spielers, der Stadt, Verein und Umfeld bestens kennt.

Früh auf großer Bühne unterwegs

Seine Ausbildung bei Bayer Leverkusen verlief auf hohem Niveau. Zehn Einsätze in der Youth Champions League, darunter Partien gegen renommierte Nachwuchsteams wie Manchester City, Atletico Madrid und Benfica Lissabon, unterstreichen, wie früh Izekor an internationales Tempo und hohe Anforderungen herangeführt wurde.

Noch bemerkenswerter ist sein Schritt in den Profibereich. Mit 16 Jahren debütierte er in der Europa League für die Werkself und wurde damit zum bislang jüngsten eingesetzten Spieler der Leverkusener Vereinsgeschichte. Insgesamt gehörte er siebenmal zum Spieltagskader der Profis. Im vergangenen halben Jahr sammelte er zudem bei Eintracht Braunschweig weitere Erfahrungen. Auch auf DFB-Ebene machte Izekor auf sich aufmerksam und lief für die deutsche U16 sowie U17 auf.

Aachen setzt auf Tempo, Wucht und Entwicklung

Bei Alemannia wird der Neuzugang nicht nur als Perspektivspieler gesehen. Die sportliche Führung verbindet mit ihm klare Erwartungen. Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi beschreibt Izekor als Akteur mit einer „guten Mischung“ aus Körperlichkeit, Schnelligkeit und Athletik. Genau dieses Profil passt zu einem Offensivspieler, der Dynamik mit Physis verbinden soll.

Zugleich verweist Azzouzi auf den regionalen Bezug des Transfers. Izekor kenne den Verein aus seiner Zeit im Nachwuchs, dazu Stadt und Region aus seiner Kindheit. Die Hoffnung in Aachen ist offensichtlich: Ein talentierter Rückkehrer soll am Tivoli nicht nur ankommen, sondern seine nächsten Entwicklungsschritte gezielt gehen.

„Wie nach Hause zu kommen“

Dass der Wechsel für den Spieler selbst eine besondere Dimension hat, lässt sich kaum überhören. Izekor spricht von einem „schönen Gefühl“, wieder in Aachen zu sein. Für ihn sei die Rückkehr „wie nach Hause zu kommen“. Als gebürtiger Aachener bald selbst auf dem Tivoli aufzulaufen, erfülle ihn mit „großem Stolz“.

Dazu kommt eine klare Botschaft an Mannschaft und Umfeld. Izekor kündigt an, alles dafür tun zu wollen, dem Team zu helfen und die gemeinsamen Ziele zu erreichen. Das klingt nicht nach Durchgangsstation, sondern nach einem Spieler, der seine Rückkehr bewusst als Chance und Verpflichtung zugleich versteht.

Auch der Trainer sieht viel Potenzial

Cheftrainer Mersad Selimbegovic hebt vor allem die Qualität der Ausbildung hervor, die Izekor in Leverkusen erhalten hat. Er spricht von einer „hervorragenden Ausbildung“ und betont, dass sich der Offensivspieler schon früh mit deutlich älteren Gegenspielern messen musste. Genau diese Erfahrungen könnten für den nächsten Schritt in Aachen entscheidend werden.

Hinzu kommt, dass Izekor bereits in jungen Jahren am Training der Leverkusener Profis teilnahm. Dass Selimbegovic in diesem Zusammenhang auch auf Trainer wie Xabi Alonso verweist, zeigt, in welchem Umfeld der Neuzugang zuletzt gearbeitet hat. Für Aachen ist das ein Pfund, für Izekor eine Grundlage, auf der nun mehr als nur Talent sichtbar werden soll.

Alemannia holt mit Ken Izekor keinen gewöhnlichen Perspektivspieler, sondern einen Rückkehrer mit regionaler Bindung, starker Ausbildung und bemerkenswerter Vita. Die Geschichte dieses Transfers lebt von Heimat, Entwicklung und Erwartung zugleich. Jetzt geht es darum, aus einem vielversprechenden Karriereweg auch am Tivoli sichtbaren Ertrag zu machen.

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