Start Vereine Fortuna Düsseldorf Neustart bei Fortuna Düsseldorf: Teamgeist wird zur wichtigsten Baustelle

Neustart bei Fortuna Düsseldorf: Teamgeist wird zur wichtigsten Baustelle

Fortuna Düsseldorf zieht Konsequenzen aus der vergangenen Saison. Nach den internen Problemen der Vorsaison steht nicht nur der sportliche Neustart im Mittelpunkt, sondern vor allem ein neues Miteinander innerhalb der Mannschaft. Trainer Alexander Ende und die erfahrenen Profis setzen dabei auf klare Regeln, mehr Kommunikation und eine stärkere Kabinenkultur.

Neustart beginnt nicht auf dem Platz

Bei Fortuna Düsseldorf soll der Wandel weit über Trainingseinheiten und Spielsysteme hinausgehen. Nach einer enttäuschenden Spielzeit ist die Erkenntnis gereift, dass sportlicher Erfolg eng mit dem Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft verbunden ist. Deshalb richtet der Verein den Blick nun bewusst auf das Innenleben des Teams.

In der vergangenen Saison fehlte es immer wieder an einem geschlossenen Auftreten. Unterschiedliche Gruppen innerhalb der Kabine erschwerten den Zusammenhalt, wodurch sich die Probleme letztlich auch auf dem Rasen bemerkbar machten. Dieses Kapitel soll nun beendet werden.

Erfahrene Spieler übernehmen Verantwortung

Um den Neuanfang aktiv zu gestalten, hat Trainer Alexander Ende einen neuen Mannschaftsrat zusammengestellt. Zu diesem Kreis gehören Tim Oberdorf, Fabian Schleusener, Matthias Zimmermann, Dominique Heintz und Jorrit Hendrix. Gemeinsam arbeiten sie daran, verbindliche Regeln für den Alltag der Profis festzulegen.

Ein Schwerpunkt ist dabei der Umgang mit Smartphones. Die erfahrenen Spieler möchten erreichen, dass mobile Geräte in der Kabine deutlich weniger präsent sind. Stattdessen soll der persönliche Austausch wieder selbstverständlich werden. Gespräche über Training, Leistungen und gemeinsame Ziele sollen künftig den Ton angeben.

Handys sollen nicht länger den Alltag bestimmen

Dominique Heintz macht keinen Hehl daraus, welche Maßnahme ihm besonders wichtig ist. „Davon wollen wir komplett wegkommen„, sagt der Verteidiger mit Blick auf das bisherige Verhalten vieler Spieler, unmittelbar nach dem Training zum Handy zu greifen, gegenüber der „Bild„. Aus seiner Sicht leidet darunter die Kommunikation innerhalb des Teams. Statt auf Bildschirme zu schauen, sollen sich die Spieler wieder bewusst Zeit füreinander nehmen, sowohl in der Kabine als auch bei gemeinsamen Mahlzeiten. Gerade für eine Mannschaft mit vielen neuen Gesichtern sei dieser persönliche Austausch unverzichtbar.

Heintz betont außerdem: „Kommunikation und Austausch ist jetzt ganz wichtig, wir sind eine neue Mannschaft, in der es Zeit braucht, dass man sich kennenlernt.“ Jeder müsse seinen Beitrag leisten, damit sich die Fehler der vergangenen Saison nicht wiederholen.

Charakter spielt eine entscheidende Rolle

Für den Neuzugang ist eine funktionierende Mannschaft weit mehr als eine Ansammlung guter Fußballer. Entscheidend sei, dass die Persönlichkeiten innerhalb des Kaders zusammenpassen und gemeinsame Werte teilen. „Es liegt nicht nur an mir, sondern an allen, dass die Kabine intakt ist„, erklärt Heintz. Gleichzeitig hebt er hervor, dass bei der Kaderzusammenstellung bewusst auf Charakter, Leidenschaft und Teamgeist geachtet worden sei. Nur wenn sich die Spieler gegenseitig vertrauen und auch abseits des Platzes gut verstehen, könne daraus eine erfolgreiche Mannschaft entstehen.

Klare Hierarchien als Grundlage

Neben einer offenen Kommunikation sollen auch eindeutige Strukturen den Alltag erleichtern. Die erfahrenen Profis sehen sich in der Verantwortung, Orientierung zu geben und feste Regeln vorzuleben. Respekt, Verlässlichkeit und Disziplin sollen künftig selbstverständlich sein. Heintz beschreibt diesen Ansatz deutlich: „Man muss sich gegenseitig respektieren und braucht eine Rangordnung in der Mannschaft.“ Die älteren Spieler wollten vorangehen und den jüngeren Profis den Weg weisen, damit sich innerhalb des Teams ein positives Klima entwickeln könne.

Fortuna Düsseldorf verbindet den sportlichen Neustart deshalb mit einer klaren Botschaft: Erfolg beginnt nicht erst am Spieltag. Eine funktionierende Kabine, gegenseitiges Vertrauen und offene Kommunikation sollen das Fundament bilden, auf dem die Mannschaft künftig wieder erfolgreich auftreten möchte.

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