Hansa Rostock hat in einer wichtigen Personalfrage endgültig Klarheit geschaffen. Nach einer längeren Phase der Gespräche wird Cedric Harenbrock nicht mehr für die Kogge auflaufen. Für den Verein ist damit ein Kapitel beendet, während sich für den Mittelfeldspieler die Tür zu einem neuen Klub öffnet.
Hansa setzt einen Schlussstrich
Die Entscheidung ist gefallen: Hansa Rostock plant ohne Cedric Harenbrock. Nachdem der Vertrag des Mittelfeldspielers ausgelaufen war, hatte der Verein zunächst auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit gehofft. Die Gespräche führten jedoch zu keinem gemeinsamen Ergebnis, weshalb Sportchef Amir Shapourzadeh die Personalie nun offiziell beendet hat. Für die Verantwortlichen stand dabei nicht nur die sportliche Planung im Vordergrund. Mit Beginn der Saisonvorbereitung sollte möglichst früh feststehen, mit welchem Kader Trainer und Mannschaft arbeiten können. Genau diese Klarheit wollte der Verein nun schaffen.
Zweifel an der gemeinsamen Zukunft
Aus Sicht von Shapourzadeh zeichnete sich während der Verhandlungen immer deutlicher ab, dass beide Seiten nicht mehr dieselbe Vorstellung von einer gemeinsamen Zukunft hatten. Im vereinseigenen Format Hansa TV erklärte der Sportdirektor, nach einem persönlichen Austausch mit Harenbrock und dessen Berater nicht mehr davon überzeugt gewesen zu sein, dass der Spieler den Weg in Rostock mit voller Überzeugung fortsetzen wolle.
„Ich hatte nicht mehr das Gefühl, dass Cedric voll und ganz hinter einem weiteren Engagement bei der Kogge steht“, sagte Shapourzadeh und machte damit deutlich, warum der Verein schließlich die Reißleine zog.
Letzter Kontakt ohne Einigung
Obwohl anschließend noch einmal telefoniert wurde, änderte sich an der Situation nichts. Die Verantwortlichen gewannen nicht den Eindruck, dass kurzfristig eine Einigung erreichbar wäre. Deshalb entschied sich Hansa, die Verhandlungen endgültig zu beenden und den Fokus auf andere Lösungen zu richten.
Nach Angaben des Sportchefs sollte dieser Schritt vor allem Planungssicherheit schaffen. „Von daher haben wir dann für uns entschieden, dass wir Abstand nehmen und uns in eine andere Richtung orientieren“, erklärte er. Gleichzeitig betonte er, dass damit „für klare Verhältnisse für alle“ gesorgt werden sollte.
Mehrere Vereine beobachten die Situation
Für Harenbrock dürfte die Suche nach einem neuen Arbeitgeber nun in den Mittelpunkt rücken. Verschiedene Vereine werden bereits als mögliche Interessenten gehandelt, darunter der SV Waldhof Mannheim und der 1. FC Saarbrücken. Neben mehreren Klubs aus der 3. Liga soll auch mit Eintracht Braunschweig auch ein Zweitligist die Entwicklung aufmerksam verfolgen. Noch ist offen, wo der Mittelfeldspieler seine Laufbahn fortsetzt. Fest steht jedoch, dass sich die Wege von Hansa Rostock und Cedric Harenbrock nach den langen Verhandlungen nun endgültig trennen.
Mit der Entscheidung beendet der Drittligist eine Personalie, die sich über Wochen hingezogen hatte. Für den Verein schafft das die gewünschte Planungssicherheit, während für Harenbrock nun die nächste sportliche Herausforderung beginnt.
