Start News RWE vor dem Neustart: Koschinat formt ein junges Spitzenteam

RWE vor dem Neustart: Koschinat formt ein junges Spitzenteam

Foto: Lars Zimmermann

Rot-Weiss Essen richtet sich sportlich neu aus. Trainer Uwe Koschinat setzt auf eine jüngere, schnellere Mannschaft und eine mutigere Spielweise. Nach dem knapp verpassten Aufstieg sollen Kader und Spielidee erneuert werden.

Letzter Härtetest vor der Rückkehr nach Essen

Das Trainingslager in Bad Griesbach endet bald. Vor der Heimreise steht am Freitag noch ein Test gegen den österreichischen Erstligisten SV Ried an. Koschinat nutzt die Partie, um Fortschritte unter Wettkampfbedingungen zu prüfen. Im Fokus standen zuletzt frühes Pressing, strukturierter Spielaufbau und ein schneller Weg zum Tor. Nach der Rückkehr beginnt die entscheidende Phase der Vorbereitung, in der Abläufe gefestigt und Rollen geklärt werden.

Ein Kader mit einem völlig neuen Gesicht

Der Kader wurde umfassend umgebaut. Zahlreichen Neuzugängen stehen viele Abgänge gegenüber. Mit Klaus Gjasula, Torben Müsel und Kaito Mizuto gingen bekannte Spieler, während Luca Bazzoli und Ekin Celebi nach Leihen zurückkehrten. Die Veränderungen folgen einer klaren Linie: RWE will beweglicher, aggressiver und offensiv variabler werden. Gesucht wurden Spieler mit Tempo und passender Spielanlage.

Koschinat fordert mehr Konsequenz vor dem Tor

In der vergangenen Saison ließ Essen trotz guter Leistungen zu viele Chancen liegen. Oft fehlte die Konsequenz, um Spiele früh zu entscheiden. Koschinat hatte dies bereits im Frühjahr kritisiert: Nach starken Phasen müsse seine Mannschaft Ergebnisse konsequenter absichern. Die neue Offensive soll genau hier ansetzen. Mehr Tiefenläufe, schnellere Kombinationen und entschlossenere Abschlüsse sollen Vorteile häufiger in Tore ummünzen.

Die Verjüngung ist Teil des Plans

Der Umbau zeigt sich auch im Alter: Die Neuzugänge sind im Schnitt deutlich jünger. Damit verbindet der Klub mehr Tempo und Entwicklungspotenzial. Gleichzeitig müssen neue Abläufe entstehen, und das Team braucht klare Führung.

Hüning soll Verantwortung in der Defensive übernehmen

Ben Hüning soll eine wichtige Rolle spielen. Der Verteidiger kam im Winter und kennt den begonnenen Umbruch. „Als ich im Winter nach Essen kam, war bereits eine Entwicklung zu erkennen, die der Verein jetzt konsequent fortsetzt“, wird Hüning vom „WDR“ zitiert. Trotz seines Alters soll er Verantwortung übernehmen. Weitere Führungsspieler müssen sich finden, auch Nachverpflichtungen sind möglich. Für Koschinat bleibt entscheidend, Qualität und Hierarchie zu verbinden, damit das junge Team auch in schwierigen Phasen stabil bleibt.

Der Aufstieg bleibt das große Ziel im Hintergrund

Offiziell vermeidet RWE eine klare Ansage, doch das Ziel ist erkennbar: Nach dem verpassten Aufstieg soll erneut die Spitze der 3. Liga angegriffen werden. Die Voraussetzungen sind gut: Ein neuer Sponsor stärkt den Klub, der Stadionausbau bringt Perspektiven, und das Umfeld bleibt euphorisch. „Wir verfügen über eine gute Mannschaft und einen starken Trainerstab. Die Bedingungen werden immer professioneller“, sagte Hüning.

Noch ist das Team in der Findungsphase. Klar ist jedoch die Richtung: jünger, schneller, mutiger. Entscheidend wird sein, wie schnell sich die Mannschaft einspielt und ihre Qualität in Ergebnisse umsetzt.

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