Die traditionsreiche Fankurve des SC Preußen Münster bekommt einen festen Platz in der Zukunft des Vereins. Mit der offiziellen Umbenennung der neuen Osttribüne in „Fiffi-Gerritzen-Kurve“ verbindet der Club Vergangenheit und Moderne auf besondere Weise. Gleichzeitig setzt der SCP gemeinsam mit seinen Anhängern ein deutliches Zeichen für gelebte Fankultur und den Erhalt der eigenen Identität.
Ein Name mit Geschichte bleibt erhalten
Wenn der SC Preußen Münster am 1. August die neue Saison eröffnet, erwartet die Fans nicht nur eine nahezu fertiggestellte Osttribüne. Das neue Herzstück des LVM-Preußenstadions wird künftig offiziell den Namen „Fiffi-Gerritzen–Kurve“ tragen und erinnert damit dauerhaft an Vereinslegende Felix „Fiffi“ Gerritzen.
Vor genau einem Jahr hatten die Abrissarbeiten an der alten Osttribüne begonnen. Mit ihr verschwand ein Ort, der für Generationen von Preußen-Anhängern weit mehr war als Beton und Stahl. Nun entsteht an gleicher Stelle eine moderne Stehplatztribüne mit rund 9.000 Plätzen, auf der die Geschichte des Vereins sichtbar weiterlebt.
Faninitiative wird dauerhaft Teil des Stadions
Ganz neu ist der Name allerdings nicht. Bereits 2013 hatte die Fanszene gemeinsam mit der Familie Gerritzen die Bezeichnung für das damalige Stimmungszentrum im Block N eingeführt. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die „Fiffi-Gerritzen-Kurve“ zu einem festen Begriff und zum Symbol für den Zusammenhalt der gesamten Kurve.
Jetzt erhält dieser Name seinen dauerhaften Platz im neuen Stadion. Der von Fans gestaltete Schriftzug schmückt bereits die Stehplatzblöcke O1, O2 und O3. Zusätzlich wird die Bezeichnung künftig auf der Dachblende der Tribüne zu sehen sein.
Werbefrei als besonderes Zeichen der Identität
Bemerkenswert ist dabei eine Entscheidung, die im modernen Profifußball Seltenheitswert besitzt. Die gesamte Fiffi-Gerritzen-Kurve bleibt werbefrei. Selbst die LVM-Versicherung, Namensgeberin des Stadions und Exklusivpartner des SC Preußen Münster, verzichtet bewusst auf eine Werbefläche an der Tribüne.
Die Idee geht maßgeblich auf die AG Preußenstadion zurück, die den Vorschlag bereits im Jahr 2020 eingebracht hatte. Mit der Umsetzung soll die besondere Identität der Kurve dauerhaft bewahrt und die gewachsene Fankultur sichtbar gemacht werden.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Der Verzicht auf eine kommerzielle Vermarktung bedeutet allerdings auch geringere Einnahmen für den Verein. Um diese zumindest teilweise auszugleichen, wurde gemeinsam mit Fanvertretern der sogenannte „Kurventaler“ entwickelt. Der Solidaritätsbeitrag ist künftig bereits im Ticketpreis enthalten und hilft dabei, die wirtschaftlichen Auswirkungen der werbefreien Tribüne abzufedern. So tragen die Fans nicht nur zur einzigartigen Atmosphäre im Stadion bei, sondern leisten zugleich einen Beitrag zur finanziellen Stabilität des SC Preußen Münster.
Mit der offiziellen Benennung der neuen Osttribüne verbindet der Verein Tradition, Fankultur und Zukunft auf eindrucksvolle Weise. Die „Fiffi-Gerritzen-Kurve“ bleibt damit nicht nur ein emotionaler Treffpunkt für die Anhänger, sondern wird dauerhaft zu einem sichtbaren Symbol der Identität des SC Preußen Münster.
