Der 1. FC Saarbrücken arbeitet weiter an seinem Kader für die kommende Saison. Obwohl in der Defensive bereits personell nachgelegt wurde, sehen die Verantwortlichen noch Handlungsbedarf. Besonders im Abwehrzentrum soll nachgelegt werden, wobei nun überraschend ein Spieler wieder in den Mittelpunkt rückt, dessen Zukunft beim FCS eigentlich bereits beendet schien.
Innenverteidigung noch nicht vollständig besetzt
Die Planungen des 1. FC Saarbrücken sind noch nicht abgeschlossen. Nach dem jüngsten Testspielerfolg machte Trainer Argirios Giannikis deutlich, dass die Mannschaft noch nicht komplett ist. Vor allem in der Innenverteidigung wünschen sich die Saarländer eine weitere Verstärkung.
Der Bedarf entstand, nachdem sich die Wege von Robin Bormuth und dem Verein vorzeitig getrennt hatten. Zwar reagierte der FCS bereits auf diese Veränderung und verpflichtete mit Siemen Voet, Nikola Aracic sowie Mladen Cvjetinovic gleich drei neue Defensivspieler, dennoch soll ein weiterer Akteur für mehr Tiefe im Kader sorgen.
Überraschende Wende bei Lasse Wilhelm
Dabei richtet sich der Blick laut einem aktuellen Bericht der „Bild“ wohl nun offenbar erneut auf Lasse Wilhelm. Noch vor wenigen Wochen galt ein Verbleib des 23-Jährigen nahezu als ausgeschlossen. Nach einer starken Saison hatte der Innenverteidiger den Wunsch, den nächsten Schritt zu gehen und sich in der 2. Bundesliga zu beweisen. Ein Vertragsangebot aus Saarbrücken ließ er deshalb verstreichen.
Rund um seine Zukunft kursierten verschiedene Wechselgerüchte. Unter anderem wurde über ein mögliches Engagement beim 1. FC Kaiserslautern spekuliert. Zwar soll es Anfragen und Interesse aus der zweiten Liga gegeben haben, zu einem Wechsel kam es bislang jedoch nicht.
Saarbrücken sieht Vorteile in einer Rückkehr
Genau das könnte dem FCS nun in die Karten spielen. Im Umfeld des Vereins verdichten sich die Hinweise, dass Sportvorstand Markus Thiele einen neuen Versuch unternehmen könnte, Wilhelm von einer Rückkehr beziehungsweise einem Verbleib zu überzeugen. Aus Vereinssicht wäre diese Lösung mit zahlreichen Vorteilen verbunden. Trainer Argirios Giannikis kennt die Qualitäten des Defensivspielers genau und setzte in der vergangenen Spielzeit regelmäßig auf ihn. Gleichzeitig müsste sich Wilhelm in der Mannschaft nicht erst zurechtfinden. Nach zwei Jahren im Saarbrücker Trikot und zahlreichen Pflichtspieleinsätzen ist ihm das Umfeld bestens vertraut.
Hinzu kommt, dass der Mathematik-Student sportlich sofort verfügbar wäre und ohne längere Eingewöhnungsphase eine wichtige Rolle in der neu zusammengestellten Defensive übernehmen könnte. Zum jetzigen Zeitpunkt ist zwar noch keine Entscheidung gefallen. Dennoch sprechen mehrere Anzeichen dafür, dass die Personalie Lasse Wilhelm beim 1. FC Saarbrücken wieder deutlich an Dynamik gewinnt. Sollte es zu einer Einigung kommen, könnte der Verein seine letzte offene Baustelle im Defensivverbund mit einem bereits bestens bekannten Gesicht schließen.
