Rot-Weiss Essen ist seit sieben Spielen ohne Sieg und nach dem 0:1 bei Viktoria Köln kommen die ersten Unmutsbekundungen aus der Fanszene auf. Nun äußert sich Vorstandsvorsitzender Marcus Uhlig.
Ein Teil der Fans äußerte lautstark ihren Unmut über die Leistung in Köln und forderte mehr Kampf und Einsatz von der Mannschaft. Trainer Christoph Dabrowski hat sich bereits zur Kritik der Fans geäußert. Nun nimmt auch Marcus Uhlig, Vorstandsvorsitzender des Drittligisten, Stellung zur aktuellen sportlichen Situation, zur Fan-Kritik und zu einem Notfallplan für die Regionalliga. Der 51-Jährige bewertet die aktuelle Serie von RWE nüchtern. In den letzten sieben Spielen konnte das Team nicht gewinnen und seit Anfang November sind es sogar schon dreieinhalb Monate ohne Sieg. Uhlig sieht die sportlichen Gründe für diese Misere in der fehlenden Fähigkeit, Chancen zu kreieren und im unzureichenden Abschluss.
Trend schnellstmöglich brechen
In einem Interview mit dem „Reviersport“ sagt er: „Die drei Tore, die wir zwischen Oldenburg und Köln geschossen haben, entsprangen allesamt aus Standard-Situationen. Diesen Trend gilt es schnellstmöglich zu brechen, um unsere nach wie vor gute Ausgangslage nicht weiter zu verschlechtern.“ Nach dem Spiel gegen Viktoria Köln gab es erstmals in dieser Saison Unmutsbekundungen aus der Fanszene. Uhlig kann diesen Ärger nachvollziehen und betont, dass er es „absolut nachvollziehen kann, dass unsere Fans sauer waren. War ich ja selbst auch. Ich habe aber nach dem Schlusspfiff in Köln am Montag wirklich niemanden bei uns gesehen, der nicht stinksauer war. Inklusive Sportdirektor, Trainer, Staff und Spieler.“
Szenario für die Regionalliga
Der Vorstandsvorsitzender sieht den Sonntag als entscheidend an. Wenn die Leistung und das Ergebnis gegen Borussia Dortmund II stimmen, könnte dies eine Wende bewirken und eine positive Stimmung an der Hafenstraße bringen. „Es kann im Fußball immer schnell gehen, besonders in dieser 3. Liga. Deshalb sollten wir schnellstmöglich damit anfangen, wieder Spiele zu gewinnen, um nicht weiter unten reinzurutschen“, heißt es weiter. Es muss sich nun schnell etwas ändern, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen.
Die geforderten Attribute wie Kampf, Einsatz und Gier seien eigentlich vorhanden, müssten aber jetzt auch gezeigt werden, betonte der 51-Jährige. Außerdem gehört zur internen Planung „selbstverständlich auch ein Plan-Szenario für die Regionalliga. Alles andere wäre komplett fahrlässig. Aber trotzdem gilt es, ab sofort wieder bei allen die Sinne maximal dafür zu schärfen, damit dieser Plan in der Schublade bleiben kann.“
