Greuther Fürth hat den Absturz in die 3. Liga im letzten Moment verhindert. Nach der Niederlage im ersten Duell drehte das Kleeblatt die Relegation vor eigenem Publikum und ließ Rot-Weiss Essen am großen Traum zerbrechen. Besonders bitter für RWE, einer der entscheidenden Treffer kam von einem Spieler mit Essener Wurzeln.
Fürth findet die Antwort im richtigen Moment
Rot-Weiss Essen reiste mit Hoffnung an, Fürth mit Druck. Der Drittligist hatte sich durch den Hinspielsieg eine glänzende Ausgangslage geschaffen und begann auch im Rückspiel mutig. Früh bot sich die große Möglichkeit zur Führung, doch Fürths Torwart hielt sein Team im Spiel. Die Gastgeber brauchten Anlaufzeit, kamen dann aber immer besser in die Partie. Nach einem Aluminiumtreffer kippte die Stimmung spürbar.
Noel Futkeu schaltete im Strafraum am schnellsten und brachte Fürth in Führung. Ausgerechnet der in Essen geborene Angreifer traf gegen den Klub, der von der Rückkehr in die 2. Bundesliga träumte.
Hrgota setzt den nächsten Stich
Nach dem Seitenwechsel wurde Fürth noch entschlossener. Kapitän Branimir Hrgota legte kurz nach Wiederbeginn nach und erhöhte mit einem sehenswerten Abschluss. Für RWE wurde die Aufgabe damit immer komplizierter, während die Hausherren plötzlich mit Selbstvertrauen kombinierten und auf die endgültige Entscheidung drängten.
Futkeu und Hrgota standen dabei sinnbildlich für diesen Fürther Abend. Beide werden den Verein verlassen, beide lieferten in einem der wichtigsten Spiele der Saison noch einmal entscheidende Momente.
Essen kämpft, jubelt und wird gestoppt
Doch Rot-Weiss Essen gab sich nicht geschlagen. Die Mannschaft warf noch einmal alles nach vorne und glaubte kurzzeitig an die Wende, als ein Treffer der Gäste für Ekstase im Auswärtsblock sorgte. Nach Überprüfung wurde das Tor jedoch wegen Abseits aberkannt. Es war der Moment, in dem sich das Drama zuspitzte.
Müsel verpasst die große Chance
Kurz vor Schluss bot sich Essen die riesige Möglichkeit, wieder in die Relegation zurückzukehren. Nach einem Kopfball an den Pfosten landete der Ball bei Torben Müsel, dem Torschützen aus dem Hinspiel. Doch statt den Abpraller sicher zu verwerten, brachte er den Ball nicht entscheidend aufs Tor. Fürths Keeper rettete auf der Linie.
Damit wurde ausgerechnet Müsel, der RWE zuvor Hoffnung geschenkt hatte, zur tragischen Figur des Rückspiels.
Fürth feiert, Essen bleibt zurück
In der Schlussphase drängte Essen weiter, doch der entscheidende Treffer fiel nicht mehr. Fürth rettete den Vorsprung über die Zeit und bleibt zweitklassig. Für Rot-Weiss Essen endet eine emotionale Relegation dagegen mit großer Enttäuschung. Der Traum von der Rückkehr in die 2. Bundesliga lebt weiter, aber nicht in dieser Saison.
