Start Vereine 1.FC Saarbrücken Aufstiegskampf spitzt sich zu, Osnabrück liefert, Hansa lässt liegen

Aufstiegskampf spitzt sich zu, Osnabrück liefert, Hansa lässt liegen

Foto: Lars Zimmermann/Liga3-News

Im Aufstiegsrennen der 3. Liga hat dieser Samstag die Kräfteverhältnisse noch einmal sichtbar gemacht. Während Osnabrück seine Spitzenposition mit einem späten Erfolg untermauerte, ließ Hansa Rostock ausgerechnet beim abgeschlagenen Tabellenletzten wertvolle Punkte liegen. Dahinter nutzten mehrere Teams die Gelegenheit, sich neu in Stellung zu bringen, mit teils klaren Signalen für die letzten Wochen der Saison.

Spielzusammenfassungen

Jahn Regensburg – Alemannia Aachen 1:3. Der Jahn kam trotz zweier früher verletzungsbedingter Wechsel zunächst besser ins Spiel und ging durch Joker Eric Hottmann sogar in Führung. Nach der Pause kippte die Partie allerdings komplett: Lars Gindorf drehte das Spiel mit einem Doppelschlag binnen vier Minuten praktisch im Alleingang. Als Regensburg auf den Ausgleich drängte, nutzte Mika Schroers in der Schlussphase einen zu kurzen Rückpass zum 3:1. Aachen blieb damit zum achten Mal in Folge ungeschlagen und unterstrich einmal mehr, dass der Lauf in der Rückrunde kein Zufall ist.

SC Verl – Viktoria Köln 2:0. Vor der Pause war das eine zähe Nummer mit vielen Unterbrechungen und wenig Tempo. Nach dem Wechsel drehte Verl dann auf und mit dem Halbzeitjoker Jonas Arweiler kam sofort Wucht ins Spiel. Der Joker traf in der 57. und 59. Minute doppelt und entschied die Partie damit praktisch im Alleingang. Entscheidend war vor allem die deutlich dominantere zweite Hälfte der Gastgeber, während Viktoria nach dem Doppelschlag kaum noch zurückkam.

FC Ingolstadt 04 – VfL Osnabrück 0:1. Viel Spektakel war im Audi Sportpark lange nicht drin, aber Osnabrück spielte die Partie mit der Ruhe eines Spitzenreiters. Die Entscheidung fiel spät und durch Joker Julian Kania, der in der 83. Minute zum 1:0 traf. Ingolstadt blieb bis zum Ende dran, fand aber nicht mehr den Weg zu einem Punktgewinn. Für Osnabrück war es ein Sieg mit Signalwirkung: Der Tabellenführer baute seinen Vorsprung auf Rot-Weiss Essen vorübergehend auf sechs Punkte aus und setzte zugleich Duisburg weiter unter Druck.

1. FC Schweinfurt 05 – Hansa Rostock 0:0. Für Rostock war das ein dicker Dämpfer, weil der bereits abgestiegene Tabellenletzte keineswegs wie ein sicherer Punktelieferant wirkte. Die Partie war gleich zu Beginn wegen Pyrotechnik und Rauchtöpfen im Gästeblock mehrere Minuten unterbrochen, anschließend ließ Hansa zu viele gute Szenen liegen, einmal rettete die Latte, später auch der Pfosten. Schweinfurt verteidigte leidenschaftlich, hielt das Spiel offen und profitierte zusätzlich davon, dass Rostock in der Schlussphase nach Rot gegen Ekin Celebi in Unterzahl geriet. Für Hansa ist diese Nullnummer im Aufstiegsrennen deutlich zu wenig.

1. FC Saarbrücken – TSV 1860 München 0:0. Das torlose Remis fühlte sich vor allem für 1860 München in der ersten Halbzeit glücklich an, weil Saarbrücken das Chancenplus hatte und der Münchner Keeper Thomas Dähne mehrfach eingreifen musste. Die beste Löwen-Szene kam nach knapp einer Stunde mit einer Doppelchance, ansonsten blieb vieles Stückwerk. Eine kurze Unterbrechung durch blauen Rauch und mehrere Wechsel nahmen der Partie zusätzlich den Rhythmus. Unter dem Strich half das Unentschieden keinem so richtig: Saarbrücken muss weiter aufpassen, und 1860 wartet nun schon seit sechs Spielen auf einen Sieg.

MSV Duisburg – 1899 Hoffenheim II 3:1. Duisburg erledigte die Pflichtaufgabe nicht im Vorbeigehen, aber am Ende souverän genug. Lex Tyger Lobinger brachte den MSV in Führung, ehe Yannik Lührs kurz vor der Pause für Hoffenheim II ausglich. Direkt nach dem Seitenwechsel legte Lobinger seinen zweiten Treffer nach, und in der Nachspielzeit machte Conor Noß alles klar. Der vierte Duisburger Heimsieg in Serie hält die Zebras im Rennen um die obersten Plätze, auch wenn Hoffenheim II die Partie lange offen hielt.

Ausstehende Partien

Offen sind außerdem noch die Partien SSV Ulm 1846 Fußball gegen TSV Havelse, wo es zur Halbzeit 0:0 stand, Energie Cottbus gegen Rot-Weiss Essen, VfB Stuttgart II gegen Erzgebirge Aue sowie SV Wehen Wiesbaden gegen Waldhof Mannheim.

Spieltagsfazit

Der Samstag hat den Aufstiegskampf zunächst zugunsten des Spitzenreiters verschoben. Osnabrück lieferte, Duisburg zog mit, Aachen hält mit seiner Serie Kontakt zur erweiterten Verfolgergruppe, während Hansa eine große Chance leichtfertig liegen ließ. Verl nutzte die Gelegenheit, sich nach oben wieder sichtbar zu machen, und 1860 steckt weiter in einer zu blassen Schlussphase der Saison fest.

Im Tabellenkeller bleibt die Lage für Saarbrücken unerquicklich, während Schweinfurt trotz feststehendem Abstieg noch einmal zeigte, dass auch ein Schlusslicht den Lauf eines Favoriten stoppen kann. Für das endgültige Bild dieses 34. Spieltags braucht es nun allerdings erst noch die offenen Partien.

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