Arne Sicker und Dominik Schmidt wurden vom DFB-Sportgericht gesperrt. Dabei wurde Dominik Schmidt nach Gelb-Rot für mehr als das übliche eine Spiel gesperrt.
Eigentlich hätte Schmidt nach seiner gelb-roten Karte beim Nachholspiel gegen Drittliga-Aufsteiger Saarbrücken nur das kommende Spiel verpasst. Das DFB-Sportgericht sah das aber etwas anders und sperrte ihn für zwei weitere Spiele. Als Begründung gab man an, dass Schmidt den Schiedsrichter geschubst hatte, sodass dieser einen Ausfallschritt machen musste. Sein Mannschaftskollege Sicker wurde für ein Spiel gesperrt. Bei MSV-Sportdirektor Ivo Grlic stoßt dies auf Unverständnis: „Der DFB hat unseren Einspruch zurück gewiesen, obwohl es weder ein rohes Spiel noch überhaupt ein Foul von Arne war, sondern es Freistoß für uns hätte geben müssen. Für uns ist diese Entscheidung nicht nachvollziehbar.“
DFB stuft Sicker-Foul unsportliches Verhalten ein
Der DFB hingegen argumentiert wie folgt: „Unter Berücksichtigung der Fernsehaufzeichnung über den Vorfall geht der Kontrollausschuss im summarischen Verfahren noch davon aus, dass Spieler Sicker ausschließlich den Ball spielen wollte und den Gegenspieler Jänicke, den er nicht wahrgenommen hatte, unabsichtlich traf. Vor diesem Hintergrund sieht der Kontrollausschuss noch von einem Antrag auf eine Sperre wegen eines rohen Spiels ab und stuft das Verhalten von Spieler Sicker lediglich als ein unsportliches Verhalten im Sinne des § 8 Nr. 1. a) der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB ein.“ Damit wird Sicker beim kommenden Auswärtsspiel in München wieder auf dem Platz sein, während Schmidt erst wieder am 12. Spieltag gegen Waldhof Mannheim auf dem Platz stehen wird.
