Nach der Entlassung von Torsten Lieberknecht sollte Gino Littieri frischen Wind in die Mannschaft bringen. Dem 53-Jährigen gelang bisher jedoch noch kein einziger Sieg. Viele Fans sind außerdem über die Verpflichtung verärgert und haben ihre Mitgliedschaft gekündigt.
Das haben sich die Verantwortlichen des MSV Duisburg wohl anders vorgestellt. Seit dem Amtsantritt von Gino Littieri vor rund einem Monat, ist den Zebras noch kein einziger Sieg gelungen. Aus sechs Spielen holte man gerade einmal drei Zähler (Drei Unentschieden). In den sozialen Netzwerken wurde bereits vor der Bekanntgabe von Littieri heiß diskutiert und es gab viele Kritiker. Im November gab es zudem ein Rekord an Mitgliedaustritten. Von 100 sollen 80 diesen mit der Trainerverpflichtung begründet haben.
Keine Fortschritte zu erkennen
„Das tut weh„, so der stellvertretende Vorsitzende Robert Philipps gegenüber der „WAZ„. Wie der 71-Jährige sagt, hat es in seiner Erinnerung noch nie einen Monat gegeben, in dem so viele Kündigungen in einem Monat eingereicht wurden. Unter den Mitglieder, die ausgetreten sind, gehört auch ein bekanntes Gesicht aus dem TV Format „Die Versicherungsdetektive – Der Wahrheit auf der Spur“. Patrick Hufen bezeichnet die Verpflichtung von Littieri als „eine Frechheit. Mal abgesehen von seinen menschlichen Defiziten, die er nachweislich hat, ist er ansonsten bisher nicht durch sportliche Erfolge in Erscheinung getreten.“
Tatsächlich lässt der sportliche Erfolg zu wünschen übrig. Viele wünschen sich sogar wieder Lieberknecht zurück. „Nach dem Rauswurf von Lieberknecht ist es noch schlechter geworden„, so Hufen, und schließt eine Rückkehr nicht aus. „Aber jetzt musste ich einfach ein Zeichen setzen.“ Bleibt abzuwarten, wie lange die Verantwortlichen diesen Druck von außen noch standhalten können.
